Rückblick Power of Electronics 2024 Von porösem Aluminium bis zum Antriebsstrang eines E-Rennwagens

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Volles Programm auf dem Fachkongress Power of Electronics rund um die Themen Leistungselektronik, Stromversorgungen, Thermomanagement und Relaistechnik. Neben Grundlagen gab es praxisnahe Vorträge, spannende Keynotes und eine Fachausstellung. Ein Rückblick mit Bildergalerie.

Power of Electronics 2024: An zwei Kongresstagen konnten sich über 250 Teilnehmer in fünf parallelen Fachkonferenzen und zwei übergreifenden Keynotes informieren und austauschen.(Bild:  Stefan Bausewein)
Power of Electronics 2024: An zwei Kongresstagen konnten sich über 250 Teilnehmer in fünf parallelen Fachkonferenzen und zwei übergreifenden Keynotes informieren und austauschen.
(Bild: Stefan Bausewein)

Am 11. und 12. September öffneten sich zum dritten Mal die Türen für den Fachkongress Power of Electronics in Würzburg. Für Teilnehmer und Aussteller bedeutete das zwei Tage volles Programm zu den Themen Leistungselektronik, Stromversorgungen und Wärmemanagement. Ergänzt wurde die Veranstaltung vom Relais-Forum, das parallel stattfand.

Bei den Cooling Days standen die physikalischen Grundlagen im Mittelpunkt. Sie wurden von Prof. Griesinger von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg vermittelt. Sein Vortrag wurde ergänzt von Robert Liebchen und Oliver Roser. Beide vom Zentrum für Wärmemanagement in Stuttgart.

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Ein Highlight am ersten Kongresstag war die übergreifende Keynote von Coach und Organisationsentwickler Fabian Biebl. In seinem halbstündigen Vortrag ging er der Frage nach, wie kollaboratives Arbeiten zum Erfolg für zukunftsfähige Unternehmen führt.

Im Forum Stromversorgungen konnten sich die Teilnehmer unter anderem über Themen wie Durchflusswandler, die Leiterplatte als Bauteil oder Überspannung und Avalanche Energie bei MOSFETs informieren. Das Leistungselektronik-Forum gab beispielsweise Einblick in ein ganzheitliches Design- und Verifizierungsansatz zur automatischen Optimierung von Power-Modulen. Ein spannender Vortrag kam von der TU München des Teams TUfast Eco. Sie waren mit einem Solarauto auf der Veranstaltung und stellten dabei die verbaute Leistungselektronik vor.

26 Aussteller und eine Abendveranstaltung

An beiden Konferenztagen konnten sich die knapp 250 Teilnehmer in der Pause nicht nur erfrischen, sondern auch in der Ausstellung umschauen. Hier waren Firmen zu den Themen Leistungselektronik, Stromversorgung und Wärmemanagement vertreten. Insgesamt waren in diesem Jahr 26 Aussteller vertreten. Diese hatten acht Sponsorpakete sowie 18 Ausstellerpakete gebucht.

Wer wollte, konnte am zur gemeinsamen Abendveranstaltung das erworbene Wissen bei einem Glas Bier oder Wein sacken lassen. Teilnehmer und Referenten hatten auch die Möglichkeit, sich über die Themen des Tages auszutauschen.

Elektrischer Antriebsstrang eines E-Rennwagens

Der zweite Tag legte den Fokus auf die praktischen Anwendungen und Erfahrungen. Als eine Neuheit auf den Cooling Days stellte Eugen Pfeifer von Automoteam ein poröses Aluminium vor, das sich für kompakte und leistungsstarke Kühlsysteme eignet. Spannend auch der Beitrag von Dr. Martin Schulz von Littelfuse Europe. In seinem Vortrag ging es um die direkte Flüssigkühlung für eine höhere Leistungsdichte.

Im Forum Stromversorgungen handelten viele Themen von Gleichstrom. Beispielsweise die DC-Installation mit hybriden Strukturen oder DC-Microgrids.

Die Teilnehmer im Praxisforum Elektrische Antriebstechnik hatten unter anderem die Möglichkeit, sich den elektrischen Antriebsstrang eines E-Rennwagens anzusehen. Sowohl in einem Vortrag der Hochschule Offenburg als auch in der Ausstellung konnten die Teilnehmer mit den Studenten ins Gespräch kommen. Auch am zweiten Kongresstag gab es eine übergreifende Keynote. Das Thema Digitaler Produktpass und was Entwickler dazu wissen müssen, erklärte Kai Garrels von ABB.

Auch die Stimmen der Teilnehmer bestätigen, dass der Fachkongress Power of Electronics erfolgreich war. Die Teilnehmer lobten die Mischung aus Theorie und Praxis. Bei den Cooling Days fanden die Teilnehmer die Forschungsgeschichten interessant. Mit Blick auf das nächste Jahr gibt es auch einige Wünsche. Unter anderem, wie Software-Modelle zusammen mit Hardware in die digitale Welt überführt werden können.

Andre Looks, Volkswagen Infotainment nach Teilnahme der Cooling Days: „Wer sich im beruflichen Kontext mit dem Thema Elektronikkühlung befasst, sollte die Coolings Days im Kalender blocken. Selten findet man komprimiert auf zwei Tage so viele Informationen zum aktuellen Stand der Technik. Die unkomplizierte Kontaktaufnahme zu den Experten verschiedener Themen und die interessanten Vorträge runden die gelungene Veranstaltung ab.“

Im kommenden Jahr wird der Fachkongress Power of Electronics am 29. und 30. Oktober 2025 in Würzburg stattfinden. (heh)

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