PCB-Design

Diehl Aerospace nutzt seit 20 Jahren die PCB-Design-Software Allegro

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Das PCB-Layout setzt neue Maßstäbe

Auch die PCB-Layoutsysteme gaben vor zwanzig Jahren ganz neue Maßstäbe vor. So unterstützten die vier Anbieter, welche damals nach der ersten Selektion für ein Benchmarking ausgesucht wurden, bereits die 32-Bit-Technologie in den dazugehörigen Workstations und Personalcomputern. Eines dieser Systeme für den PC befand sich mit der im Benchmark gestellten Aufgabe hinsichtlich Geschwindigkeit an der Leistungsgrenze. Im weiteren Verlauf des Benchmarking konnte das Tool eines anderen Anbieters auf Unix-Workstation die gestellten Aufgaben entweder gar nicht oder nicht zur Zufriedenheit erfüllen. So kam es schließlich zur Entscheidung zwischen zwei Systemen, die sowohl hinsichtlich Software als auch Hardware (Workstation mit Unix-Betriebssystem) bestanden.

Letztendlich erfüllte das System Allegro alle gestellten Anforderungen, etwa hinsichtlich Verarbeitungsgeschwindigkeit, Entwurfsqualität und Design-Komplexität. Allegro war das Leiterplattenentwicklungssystem des Design-Software-Herstellers Valid Computer. Das PCB-Tool wurde von der 1988 gegründeten Cadence Design Systems übernommen und bis heute ständig weiterentwickelt. Diese seit 20 Jahren bestehende Kontinuität und Aufwärtskompatibilität des Design-Paketes Allegro ist für Diehl Aerospace bis heute ein entscheidendes Kriterium das Design-Tool zu nutzen.

Änderungen an 20 Jahre alten PCB-Designs

Bereits vor 20 Jahren wurde mit dem Tool Allegro dieses Avionik-Board entwickelt, dass Burried und Blind Vias im Design-Flow nutzt (Archiv: Vogel Business Media)

Bei Abkündigungen von Bauteilen müssen heute noch Änderungen an 20 Jahre alten Designs durchgeführt werden. Das ist nur möglich, weil nachfolgende Bauteilgenerationen oder Ersatzschaltungen meist weniger Platzbedarf haben als die damals verwendeten Bauteile und in die vorhandene Leiterplatte eingepasst werden können. Zu der Entscheidung, solche Anpassungen an alten Designs durchzuführen, kommt es wegen der gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtung, die Elektronik über Jahre mit identischen Spezifikationen an den Flugzeughersteller zu liefern. So kommt es häufig zu einer Risikokostenabschätzung, bei der die partiellen Änderungskosten der Leiterplatte mit der Lagerhaltung von abgekündigten Bauteilen und Last-Time-Buy bzw. Obsolete-Broker Preisen verglichen werden.

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