Displays im Wandel der Zeit

Die Welt der Flachbildschirme im Wandel der Anforderungen

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Eine der wichtigsten Fragen bei jedem Design ist die nach dem Controller bzw. nach der Unterstützung bei der Auswahl und dessen Begleitung, die eine sorgfältige Bearbeitung verlangt. Herausforderungen, z.B. Sensivität des p-Caps, EMV-Probleme, Ghost Touches, müssen in enger Zusammenarbeit zwischen Lieferant und Kunde gelöst werden.

Dazu gehört auch der Zugriff zur Firmware des Controllerherstellers. Ist der nicht vorhanden, wird es schwierig. Veränderungen in einem Register können unvorhersehbare Auswirkungen haben, und nicht zum gewünschtem Erfolg führen – und somit den Entwickler zur Verzweiflung bringen. Ebenso ist es nicht unerheblich, ob der Controller als Film Chip im FPC beheimatet ist oder separat auf das Board genommen wird. Um den Entwicklungsaufwand zu minimieren, bieten Hersteller bereits Komplettlösungen an, d.h. P-Cap, Controller und TFT sind fertig gebondet. Dieser Weg ist sicherlich zukunftsweisend in der industriellen Welt.

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Was passiert in den LCD-, TFT- und OLED-Märkten?

Definitiv existiert der Markt der passiven LCDs noch – allerdings meist als kundenspezifische Lösungen. So findet man unter den Begriffen UB (Ultra Black) LCD-Lösungen mit einem Kontrastverhältnis von 500:1, einer Lichtdichte von 500 - 600 cd/m², einer Bildaufbauzeit von 65/35 msec sowie Blickwinkeln von 40°/40° und 40°/10°. Es gibt Bestrebungen zur drastischen Reduzierung der Leistungsaufnahme – durch eine gezielte Auswahl der Controller und Treiber mit positiven Ergebnissen.

Der Trend beinhaltet auch hier allgemein geforderte Energieeinsparungen, die man schon bei den Memory-TFTs gesehen hat. Farbe in das passive LCD-Leben bringen Farbfolie bzw. RGB-LEDs. Mit ihnen können Anwender Status-Veränderungen sofort sichtbar machen. Der Einsatz von CSTN (Color STN)-Anzeigen, also mittels Farbfilter, hat sich aus Kostengründen nicht durchgesetzt. Diese wenigen Beispiele zeigen, dass die STN-Technologie noch lange nicht am Ende ist.

OLEDs haben nach der anfänglichen Euphorie eine Phase des Schweigens erlebt und sind nun wieder in aller Munde. Neue Materialien versprechen längere Betriebszeiten. Die Anzeichen stehen gut, dass man demnächst mehr von diesen Technologien hören wird. Einige größere chinesische Hersteller forschen mit Nachdruck nach Lösungen, um die Anzeigen länger farbstabil zu halten und das Problem der Feuchtigkeit zu in den Griff zu bekommen.

Bei den TFTs arbeitet man an der kontinuierlichen Verbesserung – zu den Neuerungen, die demnächst Einzug halten sollen, zählen etwa:

  • der Low-Reflective-Film, der zwischen p_cap und TFT eingebracht wird und den Kontrast verbessert,
  • der Advanced-Microstructure-Film, der den Graustufeneinfluss bei den TFTs reduziert,
  • die Frameless TFTs zur freien Gestaltung des Displays.

Spannend bleibt die Welt der Flachmänner auch weiterhin. Sicherlich begleiten uns die TFTs noch eine lange Zeit, ehe sie wie die CRTs abgelöst werden. Wovon? Wahrscheinlich liegt die Antwort in den Schubladen der Entwickler der herstellenden Betriebe, die mit Hochdruck an Neuerungen arbeiten, und wartet darauf, hervorgeholt zu werden. Rückblickend ist die Entwicklung von den einfachen TN LCDs (Twist Nematic) mit einem Formfaktor von 1,2“ bis hin zu den 120“ großen MVA-TFTs mit 120“ in nur 30 Jahren eine bemerkenswerte Leistung.

* Michael Marks ist Senior Line Manager/ Senior BDM Displays bei MSC Technologies

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