Displays im Wandel der Zeit

Die Welt der Flachbildschirme im Wandel der Anforderungen

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Trends sind Energieeinsparung, Teilveredelung, Touch

Energieeinsparung war und ist die Hauptdomäne der Flüssigkristallanzeigen. Auch hier sind Verbesserungen zu sehen: So kommen unter dem Begriff e-paper oder speicherbare LCDs immer neue Produkte auf den Markt, z.B. die Memory-LCDs als eine der letzten Neuerungen in diesem Feld: Diese TFT-Technologie bietet eine integrierte Speicherfunktion in jedem Pixel. Ihre Besonderheit ist der ultraniedrige Stromverbrauch. So benötigt ein 1,35“ Display nur 15 - 30 Mikro-Watt an Leistung.

Nennenswert ist auch die schnelle Bildaufbauzeit dank TFT bei extrem guten Kontrast (14:1 bei einem reflektiven Mono-Display), und die einfache Ansteuerung (3 wire serial IF) bei 3,3 – 5 Volt. Dank kundenspezifischen Hintergrundbeleuchtungen ist diese Technologie auch in der Dunkelheit einsetzbar. Formfaktoren von 1,0“ bis 4,4“ läuten die stromsparende Gilde ein.

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Farbe, zumindest acht Farben bei einer Diagonale von 1,43“, machte den Anfang. Der Weg geht zweifelsfrei in diese Richtung. Applikationen für diese Technologie gibt es unzählige, nicht nur bei Handhelds, denn Energieeinsparung bleibt mit Blick auf die Erzeugung ein wichtiges Thema. Darum werden solche Anzeigen sicherlich die Automobil-, Weiße-Ware- und Informationswelt erobern.

Ein merklicher Trend ist die Teilveredelung bzw. Semi Custom. Es gibt kaum noch ein TFT, das nicht für bestimmte Parameter und Zusatzprodukte verändert wird. So haben sich taiwanesische, chinesische und koreanische Hersteller darauf spezialisiert, Platine, Anschlusstechniken und Beleuchtung den Gegebenheiten der Endkunden anzupassen.

Weitere Wünsche europäischer Kunden bestehen in der Integration von Touch-Lösungen in Verbindung mit Schutzgläsern (Cover Glass). Hier spielt die Verbindungstechnik eine entscheidende Rolle – zur Wahl stehen Tape oder Laminatfolie bzw. optisches Bonding. Die Entscheidung beeinflusst die Kosten, kann aber mit Blick auf das Image der Anzeige nicht ignoriert werden.

Bonding, sei es mittels Laminat oder durch Liquid, vermeidet den Air Gap und somit eine ungewollte Lichtbrechung. Das Display sieht besser aus und vermittelt dem Anwender ein besseres Bild. Wollte man annehmen, dass diese Technik ein Monopol der Asiaten sei, so irrt man hier. Einige Firmen in Zentraleuropa bieten Bonding als Serviceleistung an.

Bei der Frage nach dem Schutzglas muss der Endanwender sich über das Einsatzgebiet im Klaren sein. So ist es möglich, Covergläser aus Kunststoff wie z.B. PMMA herzustellen oder überhaupt Glas zu nehmen. Bei Glas stehen normalerweise Dicken von z.B. 0,55 mm, 0,7 mm, 1,1 mm, 1,6 mm und 1,8 mm (Asahi-Glas) zur Wahl. Es bietet den Vorteil der besseren Kratzfestigkeit und des einfacheren Bedruckens, dazu ist es stabiler in der getemperten Ausführung (Steel-Drop-Ball-Test 110 g, 30 cm, 0,7 mm Dicke ohne Zerstörung).

PMMA lässt sich in geringeren Dicken herstellen z.B. 0,5 mm; je nach Beschaffenheit ist auch eine Kratzfestigkeit von 5 - 6 H möglich. Größter Vorteil ist das geringere Gewicht. Bei den Touchlösungen ist der Siegeszug der kapazitiven Technologie nicht mehr zu stoppen. Jede dritte Anfrage nach einem TFT in der Größe von 3,5“ bis 7,0“ ist verbunden mit kapazitivem Touch und Coverglas. Hier gibt es eine Vorherrschaft bei den p-Caps (Projected Caps).

Zukunftsorientiert ist sicherlich die Touch-Platzierung als On-Cell oder In-Cell, d.h. der Sensor wird in das TFT integriert. Dann wäre der Aufbau wie folgt: Cover Glass (z.B. OCA optical clear adhesive) / Color Filter / Liquid Crystal / ITO / Insulator Layer / ITO Layer / TFT Back Plane.

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