Optiken und Linsen

Die Vorteile von Polycarbonat-Kunststoffen für die LED-Lichttechnik

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LED-Straßenleuchten mit 58 Watt

Eine Anwendung von Polycarbonat in der LED-Lichttechnik, bei dem sich ein großes Wachstumspotenzial abzeichnet, sind Linsen für Straßenleuchten. Was diese in puncto Sparsamkeit, Umweltfreundlichkeit und Verkehrssicherheit leisten können, zeigen die Straßenleuchten von Hella aus der Serie Eco StreetLine. Bayer MaterialScience hat an seinem Stammsitz in Leverkusen herkömmliche 150-Watt-Straßenleuchten durch LED-Leuchten aus der Produktfamilie Eco StreetLine ersetzt, die jeweils eine Leistungsaufnahme von 58 W haben.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 9/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Der Stromverbrauch für die Beleuchtung reduziert sich dadurch in dem Straßenabschnitt um rund 60 Prozent. Die jährlich emittierte Menge an CO2 sinkt um mehr als eine Tonne. Autofahrer und Fußgänger müssen um ihre Sicherheit nicht fürchten: Die Linsen aus einem speziellen Polycarbonat-Typ Makrolon LED bündeln das LED-Licht so gezielt, dass Straße und Gehwege präzise ausgeleuchtet sind und Fahrer wie Fußgänger gute Sicht haben. Abhängig von den Lichtverhältnissen in der Umgebung sind die neuen Straßenleuchten zusätzlich um bis zu 50 Prozent dimmbar und bieten damit weiteres Einsparpotenzial. Auch die lange Lebensdauer der LED-Module von teilweise 60.000 Stunden trägt zu den niedrigen Betriebskosten bei.

Diffusion und Reflexion mit Polycarbonat

Polycarbonat eignet sich auch zur Herstellung von Bauteilen für die Reflexion und Diffusion von LED-Licht. Ein Diffusoreffekt ist etwa bei Innenraumbeleuchtung erforderlich, da hierdurch das Licht gleichmäßiger im Raum verteilt wird. Gleichzeitig vermeidet man hierdurch die Blendung durch die sehr hellen, punktförmigen LEDs.

Aber auch in der Display- und Anzeigentechnik ist eine sehr gute Lichtdiffusion notwendig, um eine gleichmäßige Hinterleuchtung zu erreichen. Die Diffusoren wandeln dabei das punktförmige Licht der LEDs in flächig homogen strahlendes Licht um. Der Effekt lässt sich auf zwei Wegen erzeugen. Eine Möglichkeit ist, den Diffusor mit einer unregelmäßigen, satinierten Oberflächenstruktur auszustatten, die durch Refraktion für die Lichtdiffusion sorgt. Eine Alternative ist die Additivierung transluzenten Polycarbonats mit lichtstreuenden Partikeln.

Reflexionseffekte lassen sich mit Polycarbonat dadurch erzielen, dass es mit lichtreflektierenden Pigmenten versetzt oder die Bauteiloberfläche mit einer dünnen Metallschicht versehen wird. Im ersten Fall werfen die Reflektoren diffuses, im zweiten gerichtetes Licht zurück. Bayer MaterialScience bietet beispielsweise Materialvarianten für hochreflektierende Oberflächen an, die rund 95 Prozent des auftreffenden Lichtes zurückwerfen.

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