Marktanalyse

Die spektakulären Zahlen der Photonik-Branche

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Optische Systeme in der Medizintechnik

Nach Angaben von SPECTARIS konnte die deutsche Medizintechnikindustrie ihren Umsatz in 2014 um 2,3% steigern.

Ein Einbruch beim Russlandgeschäft und eine eher schwache Entwicklung in den USA und China haben dabei zu dem vergleichsweise niedrigen Ergebnis geführt.

In den vergangenen Jahren lagen die jährlichen Zuwachsraten bei durchschnittlich 5 bis 6%.

Für den Bereich der optischen Medizintechnik geht SPECTARIS für 2014 jedoch von einem deutlich höheren Plus als bei der Medizintechnik insgesamt aus.

So prognostizieren Studien jährliche Steigerungen in der Größenordnung von durchschnittlich 6% bis 9% bei der Endoskopie, der in-vitro-Diagnostik (dort insbesondere im Point-of-Care-Bereich) sowie bei medizinischen Lasern und Laserquellen.

Neben neuen Untersuchungs- oder Behandlungsmöglichkeiten und anderen Vorteilen für die Patienten ergeben sich aus optischen Verfahren oftmals auch Effizienzsteigerungen im stark kostengetriebenen Gesundheitswesen. Unter anderem diese Aspekte sowie eine erhöhte Nachfrage aus den Emerging Markets tragen zu den hohen Zuwachsraten bei.

Neben dem Gesundheitsbereich ist vor allem auch die Lebensmittelindustrie ein wichtiger Treiber künftigen Wachstums im Bereich der Biophotonik. Wie AT Kearney in einer ergänzende Studie „Biophotonik“ zum SPECTARIS-Branchenreport Photonik 2013 prognostizierte, wird der Bereich der optischen Lebensmitteldiagnostik bis 2020 um 14,5% wachsen.

Ein Plus von rund 6,2% in 2014 verzeichnete nach Angaben von SPECTARIS die Analysen-, Bio- und Labortechnik, bei der viele Verfahren auf optischen Systemen wie Spektroskopie, Mikroskopie oder Fluoreszenzscannern basieren. Für 2015 rechnet der Verband mit einem ähnlichen Ergebnis.

Für den Bereich der Elektromedizin geht der ZVEI für den Weltmarkt von einem Wachstum von rund 5% in 2014 aus - nach einem leichten Rückgang von 0,2% in 2013 auf 87 Mrd. €. Für 2015 erwartet der Frankfurter Verband ein Wachstum in ähnlicher Höhe wie 2014.

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