Erforschung des Mars Die Ahnen von „Curiosity“

Redakteur: Franz Graser

Mit dem glücklich gelandeten Marsrover „Curiosity“ hofft die NASA, mehr über unseren Nachbarplaneten zu erfahren und Erkenntnisse über mögliches Leben zu gewinnen. Seit knapp 40 Jahren landen Raumsonden auf dem Mars und helfen uns, unseren Nachbarn im All besser zu verstehen.

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Die beiden Viking-Sonden der NASA (1975/76) bereiteten den Weg für die Erforschung der Marsoberfläche. Die Landemodule verfügten unter anderem über die Möglichkeit, Bodenproben zu entnehmen und zu analysieren.
Die beiden Viking-Sonden der NASA (1975/76) bereiteten den Weg für die Erforschung der Marsoberfläche. Die Landemodule verfügten unter anderem über die Möglichkeit, Bodenproben zu entnehmen und zu analysieren.
(Bild: NASA)

Anfang der siebziger Jahre unternahmen die Sowjets mehrere Versuche, eine Sonde auf der Marsoberfläche zu landen. Allerdings waren diese Unternehmungen nicht von Erfolg gekrönt: Dem 1971 gestarteten Gerät „Mars 3“ gelang zwar eine weiche Landung, doch die Instrumente der Landeeinheit versagten kurz nach dem Aufsetzen. Vermutlich waren heftige Staubstürme, die zu diesem Zeitpunkt auf der Marsoberfläche tobten, die Ursache dafür.

Die Landemodule der Sonden Mars 4, 5, 6 und 7 verfehlten entweder den Planeten oder zerschellten auf dem Marsboden. Erfolgreicher waren die unbemannten Apparate, die in den Orbit des Mars einschwenkten; sie konnten zahlreiche Fotos der Marsoberfläche schießen und trugen so zur Erforschung der Geographie des roten Planeten bei.

Die Unerschrockenen: Viking 1 + 2 (1976)

Die Viking-Sonden waren die ersten amerikanischen Raumfahrzeuge, die auf dem Mars landeten und zugleich die ersten Flugkörper überhaupt, die Bodenproben des Mars untersuchen und Experimente auf der Planetenoberfläche vornehmen konnten. Viking 1 war im August 1975 gestartet worden und sollte ursprünglich am 4. Juli 1976, dem 200. Geburtstag der USA, auf dem Mars landen. Aus dem Orbit aufgenommene Bilder der Marsoberfläche zeigten jedoch, dass die Landung an der eigentlich vorgesehenen Stelle zu riskant sein würde. Deswegen warteten die NASA-Wissenschaftler noch zwei Wochen zu. Viking 1 landete schließlich erfolgreich am 20. Juli 1976 auf dem Roten Planeten. Viking 2 folgte wenige Tage später.

Die Viking-Sonden verfügten über Kameras, einen Greifarm für Bodenproben und ein kleines biochemisches Labor, mit dem das Vorhandensein von Leben geprüft werden sollte. Die Ergebnisse auf die Frage nach Leben auf dem Mars fielen jedoch widersprüchlich aus. Drei der vier Tests zeitigten negative Resultate, während einer positiv ausfiel. Viele Wissenschaftler sind heute der Überzeugung, dass das positive Resultat durch eine anorganische chemische Reaktion zustande kam.

Die Viking-Sonden sendeten bis 1980 Bilder und Daten von der Marsoberfläche. Dann waren die Bordbatterien leer.

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