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Der Klimaforscher: Mars Phoenix (2008)

Insbeondere das Marsklima und das Vorkommen von Wasser auf dem Mars sollten erforscht werden.
Am 31. Juli 2008, rund zwei Monate nach der Landung, gab die NASA bekannt, dass Phoenix das Vorhandensein von Wassereis auf dem Mars bestätigt habe. Der Roboterarm der Sonde hatte helle Materieklumpen freigelegt, die innerhalb einiger Tage verdunsteten. Dieses Verhalten ist für Wassereis typisch – Trockeneis aus Kohlendioxid verdunstet zwar auch, aber viel schneller. Darüber hinaus wies das Massenspektrometer der Sonde auch Wasserdampf bei Temperaturen von 0 Grad Celsius nach.
Ein weiteres Forschungsergebnis war der Nachweis von Kalziumkarbonat (Kalk). Dies deutet darauf hin, dass es an der Landestelle früher flüssiges Wasser gegeben haben könnte. Ein LIDAR (Light Detection And Ranging) wies nach, dass es auf dem Mars sogar schneit.
„Phoenix“ war fünf Monate lang aktiv – fast doppelt so lang, wie die NASA-Experten geplant hatten. Das Gerät wurde im Oktober 2008 schrittweise abgeschaltet, da wegen des einsetzenden Marswinter zuwenig Sonnenenergie zur Verfügung stand, um alle Instrumente betreiben zu können. Wegen eines Staubsturmes nahm die Fähigkeit der Sonde, Energie zu erzeugen, noch weiter ab. Die letzte Kommunikation mit „Phoenix“ fand im November 2008 statt.
Kommunikationsversuche, mit denen die Sonde im Frühjahr 2010 wiederbelebt werden sollten, schlugen fehl. Es wird vermutet, dass „Phoenix“, die sich in der Nähe der nördlichen Polkappe des Mars befindet, von dickem Trockeneis eingeschlossen wurde, wobei die Solarzellen des Geräts unwiederbringlich beschädigt wurden.
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