Erforschung des Mars

Die Ahnen von „Curiosity“

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Die Jahre der Dürre

Diese Studie eines Marsrovers des Rensselaer Polytechnic Institute darf als ferner Vorfahr von Curiosity gelten. Seine Wendigkeit wurde in einem Seminarraum des Forschungsinstituts erprobt.
Diese Studie eines Marsrovers des Rensselaer Polytechnic Institute darf als ferner Vorfahr von Curiosity gelten. Seine Wendigkeit wurde in einem Seminarraum des Forschungsinstituts erprobt.
(Bild: Rensselaer Polytechnic Institute)
Die Bilder vom roten Planeten, die die Viking-Sonden gesendet hatten, beeindruckten die NASA-Wissenschaftler sehr – aber ein Wunsch blieb: Ein Fahrzeug, das sich auf der Marsoberfläche bewegen konnte und nicht wie die Viking-Sonden statisch an seinem Landeplatz verhaftet blieb.

Der Wissenschaftler Carl Sagen schilderte im Begleitbuch zu seiner Fernsehserie „Unser Konsmos“ sehr eindringlich, dass die NASA-Experten im Kontrollzentrum sehr viel dafür gegeben hätten, wenn Viking in der Lage gewesen wäre, die Hügelkette am Horizont zu erkunden. Leider war es nicht möglich.

Schon in den siebziger Jahren arbeiteten Forschungsinstitute und Designbüros deshalb an Studien für ein unbemanntes Marsfahrzeug. Eine dieser Studien, der Marsrover des Rensselaer Polytechnic Institute in Troy/New York, wurde sogar gebaut. Seine Wendigkeit erprobten die Konstrukteure in einem Seminarraum des Forschungsinstituts. Das Gerät erlangte sogar eine gewisse Prominenz, weil es in der Folge „Blues für einen roten Planeten“ von Carl Sagans TV-Serie „Unser Kosmos“ zu sehen war.

Interplanetare Expeditionen standen aber leider in den achtziger Jahren bei der NASA nicht sehr hoch im Kurs. Die Reagan-Administration legte den Fokus ihrer Raumfahrtprojekte auf militärische Anwendungen wie die Strategic Defense Initiative (SDI), die sowjetische Atomraketen abwehren sollte. Daher dauerte es fast zwanzig Jahre, bis der Mars wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte.

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