Auf der dem Xilinx Developer Forum in Frankfurt kündigte Xilinx-CTO Ivo Bohlsenszwei neue Partnerschaften mit Technologieführern für den Entwickler programmierbarer Logik-Plattformen an. Telekommunikations. und Netzwerkriese Ericsson wird bei der Entwicklung von 5G-Systemen verstärkt auf Xilinx-Bausteine setzen, während Daimler seine Aktivitäten im KI-Einsatz weiter ausbaut.
Xilinx-CTO Ivo Bolsens stellte auf dem Xilinx Developer Forum in Frankfurt erstmals vor deutschem Publikum Details zur Versal-Plattform vor. Er kündigte zudem auch weiterreichende Partnerschaften mit Ericsson und Daimler an.
(Bild: Sebastian Gerstl)
Xilinx und Ericsson hätten bereits in den vergangenen Jahren sehr eng zusammengearbeitet. Während der Keynote auf dem Xilinx Developer Forum am vergangenen Montag stellte Hannes Medelius, Leiter des Mnagement für RF-Systeme bei Ericsson, die ersten Erfahrungen des Unternehmens mit dem Einsatz der ACAP-Plattform vor.
Ericsson arbeitet schon seit Jahren mit Nachdruck daran, Architekturen und Technologien für 5G Systeme bereitzustellen. Dabei hat der kommende Netzstandard nicht nur die Leistungsansprüche der Geräte verändert, die nun in neue Frequenzbereiche vordringen. Auch die Geschwindigkeit zur Entwicklung neuer Technologielösungen hat sich rapide beschleunigt: Nach Angaben von Medelius stelle das Unternehmen mittlerweile wöchtentlich zwei neue Produkte im RF-Segment vor. Diese Beschleunigung und Verkürzung der Entwicklungszeiten verändere das auch den Fokus der Entwicklerteams: Man verlagere sich bei Neuentwicklungen von einem ursprünglich Hardware-zentrierten Ansatz hin zu einem mehr Software-zentrierten.
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Um hierfür die nötige Flexibilität erreichen zu können, setze man daher auf die Versal-Plattformen von Xilinx. „Die Vektor-Engines von Versal, die mehr Vielseitigkeit als die heutigen ASICs bieten, kombiniert mit programmierbarer Logik, sind für das Unternehmen für 5G-Anwendungen sehr interessant," so Medelius.
Auch Partnerschaft mit Daimler wird erweitert
Auch die bereits im Juli angekündigte Partnerschaft zwischen Daimler und Xilinx wird weiter ausgebaut. Damals gaben Daimler und Xilinx bekannt, dass die beiden Unternehmen an einem In-Car-System mit Xilinx-Technologie zur Verarbeitung künstlicher Intelligenz (KI) in Automobilanwendungen zusammenarbeiten. Thomas Kaelberer, Manager Intelligent Interior bei Daimler, verkündiete nun konkreteres: so trage etwa diese Zusammenarbeit zu einer einzigartigen KI-Lösung im neuen Mercedes GLE Sport Utility Vehicle bei. Das System, genannt MBUX-Innenassistent, erkenne die natürlichen Bewegungen der Insassen und ihren Kontext, so dass das Fahrzeug die Bedürfnisse von Fahrer und Beifahrer vorhersagen und ohne Knopfdruck aufnehmen kann.
Kaelberer betonte die Wichtigkeit von KI-gestützter Prozessortechnologie in den Bereichen Automatisierung und Tests, ohne die die heutige Geschwindigkeit der Entwicklung nicht möglich wäre. Die Entwicklung solcher Systeme, einschließlich Hardware-Verifizierung, Prüfung und Zertifizierung, muss demnach mittlerweile teilweise innerhalb von zwei Jahren erfolgen, was gerade in der Automobilbranche ein sehr kurzer Zeitraum ist. Auch intelligente Systeme müssen in Fahrzeugen platzsparend untergebracht werden – noch dazu an Orten, die hohen Temperaturen standhalten müssen, wie beispielsweise direkt im Dach des Fahrzeugs. Kein anderer Plattform-Vendor habe all diese genannten Ansprüche derart zufriedenstellend erfüllen können wie Xilinx, merkte Kaelberer auf der Keynote-Bühne an.
Stärkere Fokussierung auf Software-Programmierbarkeit und Datenzentren
Aufgrund des enorm wachsenden Bedarfs an KI-Technologien sehe Xilinx für die Zukunft gerade in den Rechenzentren (Data Centers) das größte Potential für Wachstum im Elektronikmarkt. Daher habe sich Xilinx für die Zukunft das Motto „Data Centers First" auf die Fahnen geschrieben, erklärte Kirk Saban, Xilinx Vice President of Marketing, in einem Gespräch mit Elektronikpraxis am Rande der XDF. Das solle aber keineswegs heißen, dass sich das Unternehmen von den Bedürfnissen des Industrie- oder Embedded-Entwicklers weg entferne. Gerade bei Dingen wie dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz käme es aber darauf an, eine skalierbare Plattform vom Cloud bis ans Edge zu haben, die unter dem Einsatz derselben Tools entwickelt werden kann.
Generell stehe mit ACAP erstmals eine durchgängig programmierbare Hardware-Plattform dar, die von Beginn an mit dem Grundgedanken entwickelt wurde, möglichst einfach und effizient durch Software programmierbar zu sein – also unter dem Einsatz von Hochsprachen wie C, C++ oder gar Python sowie darauf basierender Bibliotheken und Frameworks. ACAP - und Versal - stelle in dieser Hinsicht in den Worten von Saban einen konsequenten, sinnvollen Evolutionsschritt von FPGAs dar. FPGA-Entwickler bräuchten daher nicht zu befürchten, dass sich Xilinx trotz seiner "Datacenter First" Ansage nicht mehr für deren Bedürfnisse interessiere. Im Gegenteil: Der software-basierte Ansatz mache es einem deutlich größerem Entwicklerkreis nun möglich, die flexiblen programmierbaren Bauteile in ihren Designs so effizient wie möglich einzusetzen – ohne dass dafür grundsätzliches Wissen über RTL-Sprachen wie VHDL oder Verilog essentiell wäre.
Stand: 08.12.2025
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Disclaimer: Der berichtende Redakteur nahm auf Einladung von Xilinx an der XDF in Fanrkfurt/Main teil.