Mobilgeräte Bilddaten auf der Überholspur
Die Nachfrage nach Multimedia-Geräten im Handheld-Format zeigt eine steigende Tendenz. Die Anwender erwarten hoch auflösende Videowiedergabe in überzeugender Qualität, längere Akkulaufzeiten, weniger Gewicht und ein immer flacheres Design. Diese Erwartungen lassen sich nur mit innovativen, energieeffizienten Lösungen auf der Komponenten- und Systemebene erfüllen.
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Das Marktforschungsunternehmen In-Stat geht davon aus, dass der Markt für Handheld-Geräte mit Video-Funktionalität von zirka 300 Mio. Einheiten im Jahr 2006 bis 2011 auf 1 Mrd. Stück anwachsen wird. Mobiltelefone, Organizer und Portable Media Player (PMPs) sind die typischen Anwendungen.
Bahnbrechende Konzepte sind gefragt, um gestochen scharfe Displaydarstellungen, kleinere Formate, energieeffiziente Hintergrundbeleuchtungen, einen erweiterten Farbraum und verbesserte Schnittstellen zu realisieren.
Das Display-Subsystem in mobilen Geräten

Bild 1 zeigt die traditionelle Architektur des Display-Subsystems in einem mobilen Gerät. Die typische Auflösung eines solchen Panels ist heute 320 × 240 Pixel (Quarter-VGA), wobei ein Trend zum Halb-VGA-Format (640 × 240) zu beobachten ist. Der Grafik-Host (GFX) kann entweder als separater Baustein implementiert werden oder in einen Basisband- bzw. Applikations-Prozessor integriert sein. An den Grafikprozessor angeschlossen ist ein externer Frame Buffer auf SRAM-Basis.
Display und Treiber sind über eine parallele Schnittstelle miteinander verbunden. Dementsprechend viele Signalleitungen werden für den digitalen RGB-Videobus, die Synchronisationssignale und die jeweiligen Masseleitungen benötigt. Eine gravierende Einschränkung stellt ferner die Tatsache dar, dass dieses Systemkonzept hinsichtlich der Displaygröße und der Auflösung kaum skalierbar ist. Der Display-Treiber besitzt in der Regel kein RAM, und der Displayinhalt wird fortlaufend aufgefrischt. Außerhalb des LCD-Moduls ist ein LED-Treiber angeordnet. Die auf etwa 20 V beschränkte Prozesstechnologie bringt es mit sich, dass meist nicht mehr als vier bis sechs weiße LEDs verwendet werden können.
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