Elektromobiltät

Am Anfang war das Elektroauto

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Der Woods Interurban von 1905 hatte zwei austauschbare Antriebseinheiten: für längere Strecken wurde der elektrische Antrieb einfach mit der kompletten Vorderachse gegen einen Benzinantrieb ausgetauscht(Bild:  Bild: Gemeinfrei, via Wikimedia Commons)
Der Woods Interurban von 1905 hatte zwei austauschbare Antriebseinheiten: für längere Strecken wurde der elektrische Antrieb einfach mit der kompletten Vorderachse gegen einen Benzinantrieb ausgetauscht
(Bild: Bild: Gemeinfrei, via Wikimedia Commons)

Mit austauschbarem Antrieb

Ein anderes „Hybrid“-Konzept war die Basis des Interurban, der 1905 von der Firma F.A. Woods Auto Co. in Chicago vorgestellt wurde. Für das Gefährt gab es zwei austauschbare Antriebseinheiten: für längere Strecken wurde der elektrische Antrieb einfach mit der kompletten Vorderachse gegen einen Benzinantrieb ausgetauscht – und zwar nach Aussagen des Herstellers innerhalb von rund 15 Minuten.

Schnurlose Stromversorgung

Heute arbeiten Forscher an Konzepten, mit denen sich Elektroautos während der Fahrt „schnurlos“ mit Strom versorgen lassen. Auch diese Idee ist jedoch keineswegs neu, wie ein Beitrag des US-Magazins Modern Mechanix von 1936 zeigt: An Bord des „Radio Powered Car“ sollten elektromagnetische Wellen, die mittels einer zylinderförmigen Antenne über dem Wagen empfangen werden, in Betriebsstrom umgewandelt werden. Die Energie sollte dabei von großen Sendemasten am Straßenrand abgestrahlt werden.

Kernkraft – ja bitte!

1958 stellte Ford das Konzeptfahrzeug Nucleon vor, dessen kleiner Atomreaktor mit einer „Tankfüllung“ spaltbaren Materials eine Reichweite von bis zu 8000 km ermöglichen sollte. Von dem Fahrzeug enstand jedoch nur ein Modell im Maßstab 3:8, das man heute im Henry-Ford-Museum in Michigan bestaunen kann.

Das erste Solarauto

Akkus lassen sich auch mit Sonnenstrom füllen – das wissen wir heute. Erstmals in die Tat umgesetzt wurde diese Idee 1960 von Dr. Charles Alexander Escoffery. Der technische Assistent von Eric Lidow, Präsident und Gründer von International Rectifier, funktionierte einen Baker Electric von 1912 mit 10.640 Solarzellen und 200 W Leistung auf dem Dach zum ersten „Solar-Auto“ um. Immerhin konnten auf diese Weise nach einer Ladezeit von 8 bis 10 Stunden eine Stunde lang mit bis zu 32 km/h gefahren werden. Mehr über das erste Solarauto finden Sie hier

Geschichte der Elektromobilität 2
Bildergalerie mit 6 Bildern

Stirling-Motor als Range-Extender

1969 stellte General Motors das Hybrid-Experimentalmodell Stir-Lec 1 auf Basis eines Opel Kadett vor. Zum nachladen der 14 Blei-Säure-Batterien war ein 8-PS-Stirling-Motor als Range-Extender an Bord. Der Wagen erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h.

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