Soll bald in Serie gehen: Der elektrisch angetriebene Supersportwagen Concept One mit 800 kW
(Bild: Bild: Rimac Automobili)
Rimac Concept_One mit 800 kW
Die kroatische Autoschmiede Rimac Automobili hat auf dem Autosalon Genf 2016 die Serienversion des elektrisch angetriebenen Supersportwagens Rimac Concept_One vorgestellt: gefertigt werden gerade einmal acht Exemplare. Erstmals präsentiert hatte ihn Rimac Automobili schon 2011 auf der IAA: den von vier Elektromotoren angetriebenen Supersportwagen Concept_One mit einer Gesamtleistung von über 800 kW und einem Drehmoment von 1600 Nm. Die wassergekühlten E-Motoren beschleunigen den Elektroboliden in 2,6 s von 0 auf 100 km/h und bei 355 km/h gebietet die Elektronik dem Vortrieb Einhalt.
Das Rimac All Wheel Torque Vectoring (R-AWTV) vernetzt die vier E-Motoren so miteinander, dass ein intelligenter Allradantrieb entsteht, der das Drehmoment variabel an den Fahrzustand anpasst und in Kurvenfahrten ein völlig neues Fahrdynamikniveau ermöglichen soll. Die Energie liefern mehrere Akkupakete im Mitteltunnel und hinter den Sitzen mit einer Gesamtkapazität von 82 kWh. Eine Akkufüllung soll für rund 600 km reichen.
Turbinen-Lader sorgt für über 2000 km Reichweite
Ebenfalls für Furore sorgte auf dem Genfer Autosalon 2016 ein Elektroauto mit Turbinen-Lader des chinesischen F&E-Unternehmens Techrules: der fahrfertige Prototyp des Supersportwagen-Konzeptfahrzeugs hat eine Spitzenleistung von 768 kW, ein Drehmoment von von 8600 Nm und eine Reichweite von mehr als 2000 km. Das TREV (Turbine-Recharging Electric Vehicle) hat einen seriellen Hybridantrieb mit einem Turbinen-Lader als Range-Extender. Die Mikroturbine erzeugt Strom, mit dem der Akku geladen wird.
Die Räder werden von sechs E-Motoren angetrieben. Testfahrten mit einem Entwicklungsprototyp fanden im Februar 2016 auf der Rennstrecke von Silverstone statt. Mit einer Spitzenleistung von 768 kW (1044 PS) ergeben die ersten Vorausberechnungen eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 s, wobei die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf von 350 km/h begrenzt ist. Die Reichweite soll bei mehr als 2000 km liegen.
Am Abend des 31. März 2016 versammelte Tesla-Chef Elon Musk Kunden und ausgewählte Pressevertreter im kalifornischen Hawthorne, um das neue Tesla Model 3 zu präsentieren – die vierte Baureihe von Tesla, der lange erwartete „Tesla für die Massen.“ 276.000 Vorbestellungen für seine neue Mittelklasse-Limousine Model 3 will Firmenchef Elon Musk eingesammelt haben, und laut Auskunft der Webseite kostet jede Reservierung 1000 US-Dollar. Model 3 soll mit ein- bzw. zweiachsigem Antrieb auf den Markt kommen und selbst in der Einstiegsversion schon in weniger als sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. 350 km Reichweite sind pro Ladung möglich.
Elektro-Rennwagen beschleunigt in 1,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Der Elektro-Rennwagen „grimsel“ hat Ende Juni 2016 den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektroautos gebrochen. In 1,513 Sekunden und innerhalb von weniger als 30 Metern beschleunigte das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h. Den Wagen entwickelt und den Rekord aufgestellt haben Studierende der ETH Zürich und der Hochschule Luzern. Der Elektro-Renner wird von vier Radnabenmotoren angetrieben, die per Allradantrieb 147 kW Leistung und 1700 Nm Drehmoment auf die Straße bringen. Eine ausgeklügelte Traktionskontrolle regelt die Leistungsabgabe an jedes Rad individuell, wodurch die Beschleunigung des Fahrzeugs weiter gesteigert werden kann. Kein Serienfahrzeug, auch keines mit Verbrennungsmotor, erreicht eine mit „grimsel“ vergleichbare Beschleunigung.
Brennstoffzellenantrieb hält Einzug in Le Mans
In Le Mans erlebten die Zuschauer 2016 eine ganz besondere Premiere: Zum ersten Mal in der Geschichte des wohl berühmtesten Langstreckenrennens der Welt absolvierte ein mit Brennstoffzellen-Technik angetriebener Rennwagen zwei Runden auf dem 13,6 km langen Kurs im Nordwesten Frankreichs. Der Green GT H2 ist der erste Sportprototyp, der auf die Brennstoffzelle als Energiequelle setzt und komplett auf Unterstützung durch einen Verbrennungsmotor als weiteren Energielieferanten oder eine Batterie als zusätzlichen Energiespeicher verzichtet.
Die Energie wird aus der Reaktion von Sauerstoff mit Wasserstoff gewonnen, was zur Folge hat, dass beim Green GT H2 als Abgas einzig weißer Wasserdampf entsteht. Zwei Elektromotoren generieren bei 13.500 U/min eine Leistung von insgesamt 400 kW (544 PS). Um genügend Wasserstoff transportieren zu können, sind gleich zwei aus Verbundwerkstoff hergestellte Tanks eingebaut, die den Treibstoff bei einem Druck von 350 bar speichern. Ein voller Wasserstofftank erlaubt einen 40-minütigen Stint, einmal Volltanken dauert gerade einmal drei Minuten.
Stand: 08.12.2025
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* Thomas Kuther ist Redakteur bei der ELEKTRONIKPRAXIS in München.