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Mit diesen Produkten verbesserte Bosch die Alltagstauglichkeit der Autos jener Zeit und leistete einen großen Beitrag zu mehr Komfort und Sicherheit. Durch die Gründung der Bosch-Dienste ab 1921 und den Ausbau des Netzes von Verkaufshäusern und Auslandsniederlassungen etablierte Bosch einen umfassenden Reparaturservice für seine Kunden und schuf gleichzeitig die Basis für das international flächendeckende Handelsgeschäft mit Automobilausrüstung.

Mit der Dieseleinspritzpumpe für Lkw brachte Bosch 1927 eine wegweisende Technik zur Serienreife, die 1936 auch im ersten Pkw mit Dieselmotor zum Einsatz kam. Mit der Benzineinspritzung, die Bosch 1951 zunächst für den Zweitaktmotor im Kleinwagen Gutbrod Superior auf den Markt brachte, war der Grundstein für die Weiterentwicklung moderner Pkw-Benzinmotoren mit mehr Leistung bei weniger Verbrauch und Schadstoffemissionen gelegt. Drei Jahre später debütierte die Benzineinspritzung für Viertaktmotoren im legendären Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“.
Auf zukunftsorientierte Technologie gesetzt

Auch im Bereich der elektrischen Kraftfahrzeugausrüstung baute das Unternehmen sein Angebot kontinuierlich aus. Halbleiter wurden ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu entscheidenden Komponenten für neue elektronische Systeme, von der Motorsteuerung bis hin zu Fahrerassistenzsystemen. Erstmals kamen elektronische Bauteile aus eigener Fertigung 1958 in Bosch-Lichtmaschinenreglern zum Einsatz. Ab 1967 fertigte Bosch die Jetronic, das weltweit erste in Großserie gefertigte elektronische Benzineinspritzsystem.

Der wachsenden Bedeutung der Automobilelektronik entsprechend, eröffnete das Unternehmen 1970 ein neues, ausschließlich für die Halbleiterfertigung errichtetes Werk in Reutlingen nahe Stuttgart. Bosch-Innovationen wie die Abgasregelung mit Lambdasonde für Katalysatoren (1976), das Antiblockiersystem ABS (1978) und das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP (1995) wären ohne die innovative Halbleitertechnik von Bosch nicht denkbar. ABS und ESP haben seit ihrer Markteinführung maßgeblich zur Verkehrssicherheit und zur Reduzierung der Anzahl von Verkehrstoten beigetragen. Das Unternehmen setzt weiterhin auf diese zukunftsorientierte Technologie und eröffnete 2010 eine neue, hochmoderne Halbleiterfabrik in Reutlingen – mit insgesamt 600 Mio. € die bislang größte Einzelinvestition in der 125-jährigen Geschichte des Unternehmens.
Parallel-Vollhybrid-Antrieb von Bosch im Serieneinsatz
Beim Automobil mit Verbrennungsmotor ermöglichen neue Systeme von Bosch weniger Kraftstoffverbrauch und geringere Emissionen. Zudem treibt das Unternehmen die weitere Elektrifizierung des Fahrzeugantriebs voran. Die Parallel-Vollhybridtechnologie des Unternehmens, die auch rein elektrisches Fahren ermöglicht, ist bereits bei den deutschen Fahrzeugherstellern VW und Porsche im Serieneinsatz. Reine Elektroantriebe fürs Auto werden parallel weiterentwickelt. Die Kraftfahrzeugtechnik ist bis heute der umsatzstärkste Unternehmensbereich von Bosch. Allein auf diesem Gebiet hat das Unternehmen 2009 knapp 3 Mrd. € für Forschung und Entwicklung aufgewendet.
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