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Winzige Wearable-Designs mit hoher Energieeffizienz

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Dem Innovator den Weg bereiten

Designbeispiel: Wearable-Design unter Verwendung der Wearable Reference Platform (WaRP) inklusive Standard Daughter Board.
Designbeispiel: Wearable-Design unter Verwendung der Wearable Reference Platform (WaRP) inklusive Standard Daughter Board.
(Bild: Freescale)

Hier kommt die Wearable Reference Plattform, oder kurz WaRP, ins Spiel. Mit dieser Referenzplattform lassen sich Wearable-Designs deutlich vereinfachen. Man verfolgt einen Hybridansatz, um die Herausforderungen hinsichtlich Bauraum und Leistungsbedarf in den Griff zu bekommen. Da die Entwicklung rascher und einfacher von statten geht, können sich Entwickler auf die Realisierung von gerätespezifischen Funktionen konzentrieren und schneller vom Prototypen zum Produkt gelangen.

Die Plattform besteht aus einer Grundplatine und einer als Beispiel zu verstehenden Einsteckkarte. Für unterschiedliche Einsatzszenarien können weitere Einsteckkarten hinzugefügt werden. Die Hybridarchitektur kombiniert eine extrem Strom sparende, auf einem Cortex-M-Kern basierende Kinetis KL16 MCU mit einem i.MX 6SoloLite Applikationsprozessor mit Cortex-A-Kern. In dieser Konfiguration kann die MCU die Sensordaten abarbeiten, während der Applikationsprozessor im Standby-Modus bleibt. So kann man Energie sparen und die Batterielaufzeit verlängern. Daneben stellt die Kinetis MCU die kontaktlose Ladeelektronik bereit. Alle Komponenten im WaRPboard wurden nach Energieeffizienz, Abmessungen und Kosten ausgewählt.

Das WaRPboard ist aus der engen Zusammenarbeit von Unternehmen mit entsprechender Technologie und Erfahrung im Wearable-Segment hervorgegangen. Als der maßgebliche Technologieanbieter steuert Freescale für das WaRPboard die MCU, den Applikationsprozessor, Sensoren und die kontaktlose Ladetechnologie bei. Mehrere andere Unternehmen kümmern sich um Hard- und Softwareentwicklung und das notwendige Fertigungs-Know-how. Auf dem WaRP ist standardmäßig ein Android SDK implementiert, so dass Softwareentwickler ihre Applikationen einfach und rasch zum Laufen bringen. WaRPboard.org ist eine nicht auf Profit bedachte, Community-basierte Organisation, die Service und Support für das WaRP bereitstellt. Hard- und Software der Lösung werden von der Community als Open Source bereitgestellt. Somit sind keine Investitionen in proprietäre Entwicklungstools oder Lizenzkosten erforderlich, solange man nur die Open Source-Ressourcen nutzt.

Die kompakten Abmessungen, die dank optimiertem Batteriemanagement lange Laufzeit, die skalierbare Architektur, das fertigungsnahe Design, Open Source und eine aktive Community machen das WaRPboard für Entwickler zu einem praktischen Einstiegspunkt ins Wearable-Design.

Die Zukunft der Wearables bietet große Chancen

Die Möglichkeit, mobile Technologien mit auf den Kunden persönlich zugeschnittenen Funktionen zu kombinieren, wird diesem spannenden und dynamischen Markt einen riesigen Aufschwung bringen. Gleich, ob Sie Ihr Wearable für Ihr Fitnessprogramm, für kontextbezogene Benachrichtigungen oder die Überwachung Ihrer Gesundheit verwenden, das Potenzial der Wearable-Technologie ist wahrlich grenzenlos.

Wie in diesem Artikel beschrieben, kommt der Fähigkeit, extrem Strom sparende Konzepte zu realisieren, die immer einsatzbereit und lückenlos vernetzt sind, eine übergeordnete Rolle zu. Eine möglichst lange Batterielebensdauer, möglichst lange Pausen zwischen zwei Ladezyklen und möglichst kleine Abmessungen der Wearables bis hin zu einem Punkt, wo diese winzig und unaufdringlich wirken, sind die wichtigsten Designaspekte, denen die Industrie heute begegnen muss.

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