Perfekt Präsentieren und Referieren - Teil 1 Wie Sie Ihre Präsentation entrümpeln und Ihre Zuhörer überzeugen
Untersuchungen zeigen immer wieder, dass die Zuschauer nicht gleichzeitig lesen und zuhören können. Und eine Präsentation wird nicht wirkungsvoller, wenn alle Inhalte und Argumente drin sind. Im ersten Teil der Beitragsreihe zeigt der Münchner Präsentationsexperte Michael Moesslang wie sich mit wenig Anfangsaufwand sogar eine große Zeitersparnis bei gleichzeitig besseren Präsentationen erzielen lässt.
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Ist es Ihnen auch schon einmal so ergangen? Sie sitzen schon seit über einer Stunde in der Präsentation eines Kollegen und Ihnen raucht der Kopf. Zahlreiche PowerPoint-Folien, vollgestopft mit Text, Tabellen, Diagrammen oder komplexen Abbildungen. Dazu ein monotones Ablesen der Texte, ergänzt durch einige Kommentare. Der Blick des Kollegen ist dabei häufig abgewendet, er betrachtet selbst seine Folien. Und das Schlimmste: am unteren Rand steht Folie 36 von 47. Es steht Ihnen also noch einiges mehr bevor.
So oder ähnlich laufen leider viele Präsentationen ab. Grauenvoll überfüllte Folien, massenweise Text-Charts und das ganze langweilig und wenig überzeugend vorgetragen. Der deutschen Wirtschaft entsteht so täglich (!) der Schaden eines hohen dreistelligen Millionenbetrages durch überflüssigen Zeitaufwand der Teilnehmer. Dazu kommt noch ein nicht minder hoher Schaden durch nicht erreichte Ergebnisse der Präsentationen.
Die meisten Präsentierenden sind sich dabei keinerlei Schuld bewusst. Andere haben einfach aufgegeben oder schieben Zeitmangel als Ausrede vor. Dabei kann mit wenig Anfangsaufwand letztlich sogar eine große Zeitersparnis bei gleichzeitig besseren Präsentationen erzielt werden. Wie können Sie es also besser machen als der erwähnte Kollege?
Wie die Präsentation besser wirkt
Wie es besser wirkt, zeigt uns Hans Sändner, Ingenieur bei einer IT-Beratung in München. Seine Präsentationen beschränken sich auf das Wesentliche. Und vor allem: er weiß, dass nicht PowerPoint die Präsentation ist, sondern ein Werkzeug, das ihn als Präsentierenden unterstützt. Nicht mehr und nicht weniger. Das bedeutet, dass seine Folien so leer und aufgeräumt wie möglich sind.
Untersuchungen zeigen immer wieder, dass die Zuschauer nicht gleichzeitig lesen und zuhören können. Richtig schwierig wird es gar, wenn der Präsentator das vorliest, was der Zuschauer gleichzeitig zum Lesen gezeigt bekommt. Anders, als viele glauben, ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt verstanden und gemerkt wird, sogar noch geringer.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Zur Internetseite des Präsentationsexperten Michael Moesslang
Link: Teil 2: So planen Sie Konzeption, Inhalt und Zeit Ihrer Präsentation
Link: Teil 3: So bringen Sie Spannung und Unterhaltung in Ihre Präsentation
Link: Teil 4: So setzen Sie Alternativen zu Powerpoint ein
Link: Teil 5: So vermeiden Sie Fehler in der Vorbereitung und beim Präsentieren
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