Netzwerke Wie sich Fehler in MOST-Systemen zuverlässig finden lassen
MOST hat sich als Standard für Infotainmentsysteme im Auto etabliert. Aber es stellt hohe Anforderungen an die Systementwickler. Wir verraten Ihnen, worauf es bei der Fehlerdiagnose im MOST-Netz ankommt.
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MOST ist mittlerweile der bewährte Standard für Infotainment-Systeme im Automobil. Über 140 Fahrzeugmodelle mit dieser Technologie befinden sich bereits auf der Straße. Ein MOST-Netzwerk stellt hohe Anforderungen an Leistung und Stabilität. Die Entwickler dieses Infotainment-Systems sind sich bewusst, dass es im Falle eines kritischen Fehlers eine leistungsfähige Methode zur Netzwerkanalyse geben muss, zum Beispiel bei einem Ringbruch in einem System.
Ruetz System Solutions hat als Mitglied der MOST Compliance Technical Group (MCTG) ein effizientes Testsystem für die elektrische Steuerleitung entwickelt. Dieses Testsystem gewährleistet konstant hohe Qualität, sodass die Diagnose im Fehlerfall korrekt arbeitet.
Zuverlässige Fehlerdiagnose im MOST-Netzwerk
Wenn Fehler nicht gefunden und schnell beseitigt werden können, muss das betroffene Fahrzeug in der Autowerkstatt bleiben. Das wiederum hat zur Folge, dass der Nutzer das Vertrauen in die Qualität des gesamten Fahrzeugs als Produkt verliert.
Um diesen Verlust zu vermeiden und wichtige Diagnoseziele zu erfüllen, hat die MOST Cooperation die elektrische Steuerleitung (Electrical Control Line, ECL) als neues, optionales Funktionsmerkmal für MOST150 eingeführt. Die ECL ist das Schlüsselelement, um die Diagnosemöglichkeiten eines MOST-Systems zu vergrößern. Damit können Fehler im MOST-System über einen zusätzlichen Leitungsdraht entdeckt und gemessen werden. Diese Leitung kann auch genutzt werden, um ein elektrisches Wake-up-Signal zu erzeugen.
Das ECL-Protokoll stellt eine Reihe von Funktionalitäten bereit, die in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Triggern eines Systemtests und Aufwecken des Systems durch ein elektrisches Wake-up-Signal.
Elektrische Steuerleitung in einem MOST-Netzwerk
Ein Gerät, das mit der ECL verbunden ist, kann in der Rolle des Initiators und/oder in der Rolle des Teilnehmers agieren. Aufgrund dieser zwei separaten Funktionen hat jede einzelne davon wiederum zwei Rollen:
- Der Systemtest-Initiator triggert den Test und sammelt die Testergebnisse,
- der Systemtest-Teilnehmer berichtet die Testergebnisse.
- Der elektrische Wake-up-Initiator erzeugt das elektrische Wake-up-Signal,
- der elektrische Wake-up-Teilnehmer wird von diesem Signal aufgeweckt.
Es kann mehrere Wake-up-Initiatoren geben
Es gibt nur einen Systemtest-Initiator, aber in einem MOST-System eventuell mehr als einen elektrischen Wake-up-Initiator. Eine System-Testnachricht hat drei Sequenzen: Start-Sequenz, Parameter-Sequenz und Ergebnis-Sequenz. Jede Nachricht wird durch den Initiator angestoßen und beginnt mit dem System-Test-Start-Impuls und optionalen Wiederholungen, gefolgt von der Parameter-Sequenz. Der Initiator erzeugt fünf Parameterwerte, die zusammen eine von vier Arten des Systemtests definieren:
- Ringbruchdiagnose (00000),
- Alive (10000),
- Coding-Fehler/Threshold (01000),
- Plötzliches Signal Off/kritischer Unlock (11000).
ECL lässt 20 Geräte im MOST-Netzwerk zu
Die ECL ist auf MOST-Systeme mit maximal 20 Geräten begrenzt. Jedes Gerät erhält im System eine spezifische Knotenklasse. Für jede Knotenklasse ist ein Zeitschlitz in der Testergebnis-Sequenz reserviert. Jeder Zeitschlitz besitzt zwei Parameter: „EN” und „ON”, wobei n die Knotenklasse ist. EN=1 bedeutet, dass das Gerät nicht funktioniert oder der Test nicht unterstützt wird. „ON” ist das MOST-Signalergebnis.
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