Energietransfer

Wie sich erneuerbare Energien in das bestehende Netz integrieren lassen

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Kommunikationssicherheit als Smart-Meter-Bremse

Alle Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6000 kWh müssen in Deutschland bereits seit dem 1.1.2013 ein Smart Meter für Elektrizität und Gas haben, wenn dies technisch möglich ist. Da es aber nach wie vor noch keine vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) freigegebenen Smart Meter gibt, sind die technischen Voraussetzungen auch noch nicht gegeben.

Das Hauptproblem ist dabei die Sicherheit der Kommunikation, denn es geht ja immerhin um abrechnungsrelevante Daten. Zur Kommunikation wird dabei eine RSA-Verschlüsselung mit einer Schlüsselbreite von mindestens 1048 Bit zum Einsatz kommen. Die Geräte müssen gemäß EAL 4+ zertifiziert sein, was schon fast dem Standard einer Bankkarte entspricht.

Lösungen von Infineon, NXP oder ST

Halbleiterhersteller wie Infineon, NXP oder ST haben bereits Produkte hierfür entwickelt, aber warten noch ab, bis die Regularien festgelegt sind. Erste Geräte befinden sich in der Entwicklung. Der Roll-Out soll 2016 starten.

Andere Länder, andere Standards

In anderen Ländern gelten andere Standards. So läuft derzeit beispielsweise in Belgien bereits für ein Jahr ein Pilotprojekt, das mit einem Chip arbeitet, der zwar einen hohen, aber nicht den in Deutschland geforderten Datensicherheits-Level EAL 4+ erreicht. Außerdem ist für die Systeme in Belgien keinerlei Zertifizierung erforderlich.

Auch in Frankreich wird dieser Level angestrebt. Großbritannien wiederum schaut auf die Pilotprojekte in Deutschland, Belgien und Frankreich und wird sich dann entscheiden, welchen Weg das Land gehen soll. Der Roll-Out in Belgien dürfte maßgeblich für die Technologie-Entscheidungen in allen Beneluxländern sein. Auch Osteuropa schaut auf diese Projekte.

Authentifizierung und Datensicherheit

Ein intelligentes Gebäude hat im Wesentlichen vier Energiezähler: einen Wasserzähler, einen Elektrizitätszähler, einen Gaszähler und vielleicht auch einen Warmwasserenergiezähler. In einem Mehrfamilienhaus sind dann für jede Wohneinheit jeweils die entsprechenden Zähler vorhanden. Eine französische Studie hat errechnet, dass sich auf diese Art und Weise weltweit allein für das Smart Metering 1,7 Mrd. Netzwerkknoten ergeben.

Das generelle Problem ist dabei die eindeutige Authentifizierung der Geräte, denn immerhin übermittelt jeder Zähler abrechnungsrelevante Daten an den Energieversorger. Der Energieversorger muss sich darauf verlassen können, dass die übermittelten Daten stimmen und auch wirklich exakt von dem spezifizierten Energiezähler beziehungsweise Kunden stammen.

Aus diesem Grund ist eine eindeutige Identifizierung des Energiezählers sowie eine gesicherte Übertragung der Daten erforderlich. Für die Bundesrepublik Deutschland hat das BSI zunächst für Elektrizitäts- und Gaszähler festgelegt, dass zur Kommunikation eine RSA-Verschlüsselung mit einer Schlüsselbreite von mindestens 1048 Bit zum Einsatz kommen soll. Die Geräte müssen gemäß EAL 4+ zertifiziert sein, was schon fast dem Standard einer Bankkarte entspricht.

In anderen Ländern gelten andere Standards. So läuft derzeit beispielsweise in Belgien bereits für ein Jahr ein Pilotprojekt, das mit einem Chip arbeitet, der zwar einen hohen, aber nicht den in Deutschland geforderten Level EAL 4+ erreicht.

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