Product Lifecycle Management

Wie PLM den Entwurf von Leiterplatten verbessert

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Geschäftsabläufe künftig dynamisch darstellen

Effiziente PLM-Lösungen bilden einzelne Prozesse und komplette Geschäftsabläufe optimal im System ab. In der Praxis besitzt jedoch jeder Chiphersteller eigene Informationstypen oder individuell gestaltete Arbeitsabläufe, die oft Basis für Wettbewerbsvorteile sind. Um diese zu wahren, müssen PLM-Umgebungen in der Lage sein, Geschäftsabläufe dy-namisch darzustellen. Sie müssen es den Unternehmen ermöglichen, ihre eige-nen Datentypen zu definieren und die Beziehung zwischen Daten und dem spezifischen Lebenszyklus eines Produkts individuell nach den eigenen Erfordernissen festzulegen.

Die Option, jederzeit neue PLM-Prozesse konfigurieren zu können, unterstützt Halbleiterproduzenten dabei, schnell auf sich verändernde Märkte zu reagieren. Ein Beispiel ist der Chiphersteller, der unerwartet mit neuen Kundenanforderungen nach zusätzlicher Software und Komponenten für die bestehende Produktpalette konrontiert ist. Dies erfordert eine Reihe neuer Prozesse für die entsprechenden Hard- und Software-Designs sowie für externe Partner, die zum Beispiel für die Verpackung verantwortlich sind.

PLM-Strategien und -Lösungen helfen beim Senken von Designzeit, Kosten und Risiken, die sich aus einer globalen Wertschöpfungskette ergeben (Archiv: Vogel Business Media)

Ohne die Möglichkeit, PLM-Prozesse schnell an die veränderten Bedingungen anpassen zu können, würde sich das Unternehmen entweder mit einer aufwändigen Integration neuer Anwendungen konfrontiert sehen oder das Risiko eingehen, Wertschöpfungsprozesse zu verlangsamen. Eine möglichst einfache und flexible Konfigurierbarkeit des PLM-Systems sichert Chipproduzenten folglich echte Wettbewerbsvorteile.

Der PLM-Einsatz beim Design von Leiterplatten

Wenn unterschiedliche Arbeitsgruppen in den Designprozess involviert sind, kommen meist auch verschiedene Entwicklungswerkzeuge zum Einsatz. Es entstehen unnötige Reibungsverluste während der Produktentwicklung, wenn eine Arbeitgruppe nicht die Mittel hat, die mit unterschiedlichen Softwarewerkzeugen erstellten Daten einer anderen Gruppe einzusehen oder zu bearbeiten. Dieses Problem wird um so größer, je häufiger das Unternehmen Designprozesse an externe Partner vergibt und mit einer Reihe von Zulieferern kooperiert. Auch hier spart dann die PLM-Umgebungen maßgeblich Zeit und Kosten.

(Archiv: Vogel Business Media)

In der von MatrixOne und Cadence gemeinsam entwickelten EDA-PLM-Lösung (Vertrieb: FlowCAD) wurde ein Best-in-class-System jetzt um drei zusätzliche Module erweitert: PCB-Design-Workbench, PCB-Library-Workbench und PCB-Collaboration-Workbench. Diese Module decken die verschiedenen Aufgaben im Design-Flow einer Leiterplatte ab. Über die Infrastruktur des kompletten PLM-Systems können alle Module an die weiteren Unternehmensprozesse wie Mechanikentwicklung, Sourcing, ERP, Marketing und andere angeschlossen und synchronisiert werden.

Mit den drei Komponenten der Allegro PCB Workbench bekommt der Anwender eine maßgeschneiderte und flexible Lösung, mit der er je nach Aufgabenbereich einen typischen Funktionsumfang abdeckt.

Es lassen sich Designabläufe mit projektbezogenen Regeln in einem Workflow definieren. Über Mechani-men wie Check-in und Check-out werden Teilaufgaben klar und übersichtlich verteilt.

Eine zentrale Bauteil- und Symbolbibliothek kann man via Workflows verwalten. Update-Mechanismen sorgen für die Veröffentlichung von neuen Bauteilen und Bauteil-Revisionen.

Die Zusammenarbeit von diversen internen und externen Teammitgliedern kann über einen einheitlichen Workflow organisiert werden. Alle Mitglieder erhalten automatisch E-Mails beim Erreichen von Etapenzielen oder geben elektronisch einen Teilschritt frei.

*Chris Nicolaes ist Director Central Europe und Geschäftsführer bei MatrixOne Deutschland, Ismaning.

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