Betriebssystem-Verwaltung Wie der Power Manager unter Windows CE funktioniert
Er ist nicht nur für die Energieversorgung der Hard- und Software verantwortlich: Der Power Manager organisiert das komplette Embedded-System. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen seine Architektur vor und wie er auf Treiber-, Applikations- sowie Kernel-Ebene funktioniert. Ein abschließendes Anwendungsbeispiel zeigt das Zusammenspiel zwischen Applikation, Power Manager und Treiber.
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Der Power Manager verwaltet und administriert für das komplette Embedded-System, damit sind die Hardware- und den Software-Komponenten gemeint, die Energieversorgung und stellt Schnittstellen sowohl für die Anwendungen als auch für die Geräte Treiber zur Verfügung. Er stellt eine flexible Infrastruktur bereit, die das System mit einer Batterie sehr lange versorgen kann.
Nachfolgend wird das Zusammenspiel zwischen dem Anwender-Programm (Power_Management.exe), den Treiber (Backlight.dll) und dem PM-System-Treiber (pm.dll) über die verschiedenen Schnittstellen beschrieben. Durch Zustandsänderungen am System (Ein- oder Aus-Schalten) werden sowohl die „System-Power-States“ und die „Device-Power-States“ verändert. Eine wichtige Aufgabe beim PM übernimmt die Registrierungs-Datenbank (Registry) auf die dieser Artikel auch eingehen wird.
Die Microsoft Windows CE 6.0 Power Management Architektur

Das Power Management (PM) spezifiziert verschiedene Aktivitätszustände, wie ON oder OFF usw. Stufenweise können die Bestandteile der Embedded-Computer-Systeme (ECS) in einen Energiesparmodus geschaltet werden, um Energie zu sparen und bei Bedarf auch wieder stufenweise zu aktivieren. Die PM-Architektur verwaltet sowohl mit den Notification-APIs (Signalisierung), als auch mit den PM-APIs (Zustands-Aufgaben) die verschiedenen Aktivierungsmodis wie in (Bild 1) zu sehen ist. Auf die Nummerierungen (1-8) wird nachfolgend Bezug genommen.

Bei der Integration der PM-Komponente in das Windows CE Betriebsystem kann man mit dem Platform Builder 6.0 auf zwei verschiedene PM-Varianten zurückgreifen. Der Minimale Power Manager wird durch die Variable „SYSGEN_PMSTUBS“ zum Image-Build-Prozess hinzugefügt. Für den Anwender wird eine Stub-Bibliothek mit den PM-APIs (SetSystemPowerState) bereitgestellt. Damit lässt sich ein statischer PM-Kontroll-Mechanismus realisieren. Das heißt, es wird nur „Suspend/Resume“ über die Funktion OEMPowerOff realisiert.
Der Full-Featured Power Manager wird durch die Variable „SYSGEN_PM“ zum Image-Build-Prozeß hinzugefügt. Alle PM-APIs sind mit dem Geräte-Manager verbunden, der auch die pm.dll lädt und verwaltet. Der PM stellt somit den vollen Funktionsumfang sowohl für einen statischen als auch für einen dynamischen (selbst steuerbaren) Kontroll-Mechanismus bereit.
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