Power Line Communication

Wie das Stromkabel zur Datenleitung wird

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Die Zukunft: Mehr Bandbreite, Kompatibilität und einheitliche Standards

Die nächste Generation von Multimedia-Anwendungen, wie etwa vernetzte Unterhaltungsangebote mit Multiroom-IPTV und -HDTV, vernetzte PVRs (persönliche Videorecorder) oder das Abspielen mehrerer Videostreams, erfordert Bandbreiten, die min fünf Videostreams gleichzeitig unterstützen können. Die dritte Generation von Powerline-Technologie hat bereits Geschwindigkeiten von 400 MBit/s gewährleistet.

Ein wichtiger Punkt für die künftige Entwicklung wird jedoch die Kompatibilität mit bestehenden 200-MBit/s-Produkten sein. Die Interoperabilität verschiedener Generationen von Powerline-Produkten ist absolut notwendig, um für aktuelle Kunden einen problemlosen Übergang sicherzustellen.

Eine weitere Herausforderung liegt in der Standardisierung. ETSI, IEEE und ITU-T sind Gremien zur Entwicklung internationaler Standards, die einheitliche Eckpunkte für Powerline-Netzwerke erarbeiten. Wann diese allerdings Realität werden, ist noch unklar.

So wird z.B. in der Arbeitsgruppe 1901 der IEEE derzeit noch erfolglos über einen Standard verhandelt, der zwei inkompatible Spezifikationen für die Bitübertragungsschicht (Physical Layer – PHY) und Sicherungsschicht (Data Link Layer) umfasst. Die eine Spezifikation beruht auf OFDM-Modulation, die andere hingegen auf Wavelet-Modulation.

Einheitlicher Standard noch erforderlich

Dies würde bedeuten, dass IEEE P1901 Produkte, die auf OFDM-Modulation basieren, nicht mit Produkten zusammenarbeiten, die auf Wavelet-Modulation basieren, da die Hersteller nicht verpflichtet sind, beide Optionen zu unterstützen.

Bis es zu einem einheitlichen Standard kommt, stehen verschiedene Anforderungskataloge, wie der bereits erwähnte Digital Home Standard der Universal Powerline Association (UPA), zur Verfügung, die von unabhängigen Organisationen erstellt wurden. Mit ihrem Siegel UPA Plug Tested garantiert die UPA die Einhaltung dieser Standards und die Interoperabilität zwischen den Produkten und verschiedenen Produktgenerationen.

Garantierte Bandbreiten, die Integration wichtiger technischer Parameter sowie die beschriebenen Standards werden die Voraussetzung sein, damit PLC nicht nur bei der Bereitstellung von Triple-Play-Diensten eine echte Alternative zu anderen Heimnetzwerktechnologien wird.

*Lance Watson ist Strategic Marketing Manager bei DS2

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