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High Density Advanced Modulation auf jedem Subträger
Diesen Schritt schafften Technologien wie zum Beispiel der 2005 von der UPA (Universal Powerline Association) ins Leben gerufene Digital Home Standard (DHS). Diese Technologien setzen auf OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) als grundlegende Modulationstechnologie zum Aufbau der physikalischen Schicht (PHY) und einen TDMA (Time-Division Multiple Access) MAC (Medium Access Control).
Letzterer kommt nicht nur mit frequenzselektiven Kanälen und Zeitverzögerungen im Stromkanal zurecht, sondern erreicht durch Nutzung von Konstellationen mit einer hohen Dichte eine Datenrate von bis zu 200 MBit/s, mit einem Application-Layer-Durchsatz von bis zu 120 MBit/s.
Möglich wird dies durch den Einsatz von High Density Advanced Modulation auf jedem Subträger des OFDM-Signals. Ingesamt werden 1536 Subträger mit Modulationsdichten von 2 bis 10 Bits per Subträger eingesetzt.

Abhängig von den Qualitätsparametern des Trägers werden die Modulationsparameter für jeden Nutzer und Träger in Echtzeit angepasst. Hierfür wird je nach Signal-Rausch-Verhältnis (Signal-Noise-Ratio – SNR) für jeden Träger die optimale Modulation festgelegt, die bei noch akzeptabler Bitfehlerhäufigkeit (Bit Error Rate, BER) die max. Geschwindigkeit erlaubt (Bild 1).
Der DHS berücksichtigt darüber hinaus auch Jitter (Phasenrauschen), Paketverlustrate und Latenzzeiten. Moderne Multimedia-Anwendungen mit recht hohen Anforderungen an die Dienstgüte wären sonst nicht ausführbar: Hier zählt nicht nur die reine Brutto-Datenrate, entscheidend ist wie diese unter den verschiedenen Geräten und Anwendungen innerhalb des Netzwerks verteilt wird.
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