Vernetzte Flachbildschirme über eine Cloud haben den Vorteil, dass sie sich zentral parametrisieren lassen. Zudem wird der Betriebszustand überwacht. Dabei steigt nicht nur der Bedienkomfort für den Anwender.
Ein Flachbildschirm im Kaufhaus. Sie hängen meist mehrere Meter über Grund und lassen sich nicht einfach erreichen. Eine Cloudanbindung bietet den Vorteil, dass sich das Modul zentral überwachen und steuern lässt.
(Bild: eCOUNT)
Industrietaugliche OEM-Flachbildschirme gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Als sogenannte Signage-Lösung auf Flughäfen, um verschiedene Informationen wie Flugdaten auch unter widrigen Umgebungsbedingungen in hoher Qualität darzustellen. In Operationssälen sind sie den Anforderungen von endoskopischen Geräten angepasst; sie überwachen das Videosignal in Echtzeit, um beim Einfrieren des Bildes einen Alarm auszulösen. Bei industriellen Anwendungen kommen sie zusammen mit RFID-Lesern zum Einsatz, mit denen Mitarbeiter Waren einscannen können. Sie kommen auch eingebettet in unterschiedlichen Maschinen und Anlagen mit speziellen Formaten und Auflösungen vor.
Hinter jedem OEM-Flachbildschirm steckt eine applikations- und anwendungsspezifisch zugeschnittene Scalerbaugruppe. In ihr steckt die nötige Intelligenz, um die Videosignale für das jeweilige Display aufzubereiten. Hinzu kommen noch der Support der Display-Peripherie wie die Bereitstellung von Sound und Touchscreen-Funktionalität bis hin zu RFID-Lesern sowie die Einstellung und Speicherung nutzerspezifischer Parameter wie Helligkeit, Kontrast, Gamma und Farbdarstellung.
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Eine IP-basierte Benutzeroberfläche
Müssen Anwender viel konfigurieren und parametrieren, ist eine komfortable Benutzeroberfläche willkommen. Einen Monitor über ein On-Screen-Display zu parametrieren ist da nur die Minimalanforderung. OEM und Anwender wollen heute viel mehr. Der Betreiber eines Menüboards einer Systemgastronomie will nicht auf die Leiter steigen, um manuell die Einstellungen zu optimieren. Er will das berührungslos tun.
Eine Fernbedienung wäre möglich, sie geht nur allzu leicht verloren, vor allem, wenn man sie nur sporadisch nutzt. Besser wäre eine lokal über WLAN- oder Bluetooth anbindende App für Smartphones und Tablets. Zudem will der Betreiber die Einstellungen an alle Filialen mit wenigen Klicks steuern. Gleichen Komfort schätzen nicht nur Betreiber, sondern auch OEM anderer Branchen. Sie wollen beispielsweise die Leuchtkraft des Displays bei Über- oder Unterschreitung eines Schwellenwertes komfortabel einstellen können und zentral überwachen.
Zentrale Cloud für verteilte User-Interfaces
Umgesetzt werden soll das nicht mit proprietären Programmiergeräten, die über Spezialkabel an die Geräte angeschlossen werden und auch immer einen kostenintensiven Vor-Ort Service erfordern. Anwender und OEM wollen stattdessen eine Cloud nutzen und den Monitor über eine IP-Adresse ansteuern, um von zentraler Stelle aus ihre Displays zu managen und zu warten. Eine Cloud bietet eine HTML-basierte Oberfläche, die sich von Smartphone über Tablet bis zum Desktop-PC über jeden Client bedienen lässt.
An die zentrale Cloud soll alles angebunden werden: Von neuen Displays an unterschiedlichsten Standorten über Alarmmanagementsysteme mit Eskalationsroutinen und Quittierungsfunktionen bis hin zur Integration von Backoffice-, ERP- und CRM-Systemen sowie Content-Delivery-Plattformen.
Eine entsprechende, Endgeräte-unabhängige Cloud-Lösung mit HTML Oberfläche hat eCOUNT embedded deshalb für seine Scalerbaugruppen entwickelt, die erstmals für die CRTtoLCD-91 Scalerbaugruppe für 4K-UHD zur Verfügung gestellt wird. Die Anwendung integriert einen optionalen RFID-Leser. Damit lässt sich die Scalerbaugruppe und der Flachbildschirm als zentrales Element des Berechtigungsmanagements auslegen.
Der Zugriff auf die Funktionen von Geräten, Maschinen und Anlagen erfolgt fast ausschließlich über ein Touchdisplay und dessen Peripherie. Systeme können beispielsweise standardmäßig so ausgelegt werden, dass sie mit deaktiviertem Bildschirm hochfahren und erst dann, wenn ein zugelassener Tag erkannt wird, auch das Display und/oder die Touchfunktion zuschalten.
Kann man dann die Benutzung der Displays zentral überwachen beziehungsweise auch das Berechtigungsmanagement und ihre benutzerabhängige Konfiguration zentral über Clouds verwalten, lassen sich sogar Zahlsysteme für Pay-per-Use-Applikationen anbinden. Ganz so weit müssen OEM aber gar nicht gehen wollen, um von der komfortablen Cloudanbindung der Scalerbaugruppen zu profitieren.
Monitoring- und Managementfunktionen
Temperaturentwicklungen eines Displays verfolgen vermeidet Beschädigungen eine effiziente Methode, die vorausschauende Instandhaltung effektiver zu gestalten. Kann man auch die zum Flachbildschirm gehörenden GPIOs aus der Ferne konfigurieren und/oder zurücksetzen, lässt sich auch die Inbetriebnahme effizienter gestalten: Vor Ort braucht man so nur noch einen Monteur.
Stand: 08.12.2025
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Die Systemkonfiguration kann am Cloudarbeitsplatz von jedem Ort erfüllt werden. Durch das Lesen der Betätigung von Schaltern und sonstigen analogen Eingängen können Erkenntnisse über die Nutzung der Flachbildschirme und damit der Applikationen gewonnen werden und über ein sogenanntes Remote-Firmware-Update die Systeme aktuell gehalten werden. Verfolgt man die Betriebszeiten zusammen mit der Temperatur, ist ein Predictive Maintenance über MTBF-Berechnungen punktgenauer planbar. Je mehr verteilte Systeme installiert sind, desto mehr profitieren OEM und Betreiber von einer zentralen Cloud, die einfach mehr Komfort und Services zu günstigeren Preisen ermöglicht.