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RFID-Leser in der Cloud verwalten

Der optionale RFID-Leser lässt sich auch über die Cloud verwalten. So kann man spezifische RFID-Tags von zentraler Stelle aus zulassen oder deren Nutzung verweigern und so ein Authentisierungs- und Berechtigungsmanagement administrieren – beispielsweise gestaffelt nach einfachen Nutzern, Experten und Wartungspersonal. Wird die Nutzung der RFID-Tags getrackt, können OEM auch komplett neue Bereitstellungsszenarien, wie das bereits erwähnte Pay-per-Use, entwickeln.

Anwender können über den RFID-Reader einfach nur ihre persönlichen Monitoreinstellungen aufrufen, die sie vorher über ein Cloud-Interface komfortabel konfiguriert haben, indem sie die erforderlichen Settings beispielsweise über einen Schritt-für-Schritt Fragebogen sehr einfach durchführten. Diese individuellen Settings sind bei medizinischen Anwendungen gefragt, denn die persönliche Farbwahrnehmung unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

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Auch der Aufruf einer DICOM Part 14 konformen Darstellung, um ein Karzinom zweifelsfrei zu erkennen, lässt sich darüber aktivieren. Lassen sich die Konfigurationen zentral verwalten, können spezifische endoskopische Geräten oder sogar Befundungs-Situationen zugeordnet werden. Aus einem Flachbildschirm könnte man sogar ein Logbuch für die Betriebsdatenerfassung nach Kundenjobs machen, die dann wieder über die Cloud visualisiert und an ERP-Systeme weitergeben werden könnten.

Die 30 meistgenutzten Funktionen

In der Version 1.0 der eCLOUD für Scalerbaugruppen von eCOUNT embedded werden die 30 meistgenutzten Funktionen unterstützt. Diese sind unter anderem Eingangswahl, Modus, Temperatur, Betriebsstundenzähler, Einschaltvorgänge und natürlich alle API-Funktionen wie Backlight, Helligkeit, Kontrast und Audio Lautstärke sowie Panel-Info und Reset. Regelmäßig an die Cloud übertragen werden dabei die Werte für Input, Backlight, Helligkeit und Kontrast sowie die Basisinformationen, die in den Funktionsaufrufen Crt2Lcd_PanelInfo, Crt2Lcd_ModeInfo, Crt2Lcd_Version hinterlegt sind.

Mit integriertem RFID Reader erweitert sich der Funktionsumfang um weitere Befehle, die von der IoT-Plattform aus triggerbar sind wie Reset des Readers (READER_DEVICE_RESET), Kalibrierung der Antenne (READER_CAL_ANTENA), Steuerung und Informationen zum Lesevorgang und der Signalstärke (READER_SCAN_CARD, READER_SELECT_CARD, READER_DESELECT_CARD, READER_RSSI, READER_CARD_TYPE) sowie Ausschalten des RFID-Readers (READER_POWER_DOWN). Regelmäßig automatisch übertragen werden Informationen über die Anzahl der gescannten Tags, zwei Temperaturwerte, Informationen von den GPIOs 1-5, dem Analog-Digital-Konverter, Beschleunigungs- und Lagewerte des integrierten Gyroskopsensors (MEMS XYZ) sowie die aktuelle Leistungsaufnahme und Datum mit Uhrzeit der integrierten Echtzeituhr (RTC).

Zukünftig wird die Cloud in der Version 2.0 und 3.0 um weitere Funktionen erweitert. Diese sollen bis Mitte beziehungsweise Ende 2018 zur Verfügung gestellt werden. Hierzu zählen in der Version 2.0 der komplette Support aller APIs der Scalerbaugruppe und des RFID Readers zusammen mit einem Kampagnenmanagement zur Distribution neuer Settings bzw. Firmware.

Unterstützt werden dann auch 2G/3G/4G Interfaces sowie ein Software-Development Kit für das Gateway zur Cloud mit integrierter Rule-Engine. In dieser Version werden folglich alle Funktionen für die ersten Field-Deployments umfassend unterstützt. In der Version 3, die ab dem 2 Halbjahr 2018 entwickelt wird, kommen dann Schnittstellen zu ERP-Lösungen wie SAP oder SQL hinzu sowie dedizierte Apps für iOS und Android. Zu diesem Zeitpunkt wird dann auch das erweiterte Managementportal mit kundenspezifisch anpassbaren Dashboards und Widgets freigeschaltet.

Freie Auswahl beim Cloud Hosting

Die eCLOUD für Scalerbaugruppen von eCOUNT embedded kann private oder public Clouds nutzen. Schnittstellen werden für alle allgemeinen Cloud-Plattformen wie Amazon, Google oder Microsoft Azure bereitgestellt. Weitere, auch kundenspezifische Cloudschnittstellen kann eCOUNT embedded auf Anfrage ebenfalls zur Verfügung stellen. Auf der Roadmap stehen bereits Lösungen von Embedded-Computing-Herstellern wie die WISE-Paas Edge Intelligence Plattform von Advantech oder die Embedded Cloud von S&T und Kontron, sodass sich Scalerbaugruppen schnell in die Cloud Environments von Embedded- und Automatisierungsanbieter implementieren lassen.

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Besonders komfortabel ist die Cloudanbindung der Scalerbaugruppen derzeit bei den Cloudlösungen arm mbed als Open-Source-Lösung sowie die ausschließlich in Deutschland gehostete ATLAS x2x Cloud als kommerzielle Lösung für höchste Sicherheitsanforderungen. eCOUNT embedded hat sich nämlich entschieden, für diese beiden Cloud-Plattformen bereits applikationsfertige Funktionsblöcke bereitzustellen, sodass es bereits heute funktionsfertige Dashboards mit reichhaltigem Funktionsumfang gibt.

Cloudanbindung über WLAN oder Bluetooth

Entscheidend für eine solche Cloudanbindung ist natürlich auch eine hohe Sicherheit. Deshalb ist die Kommunikation zwischen den Scalerbaugruppen und der zentralen Cloud nach neuesten Sicherheitsstandards ausgelegt und TLS 1.2 verschlüsselt. Eine besonders Hacking-sichere Verbindung stellt zudem die Knotenpunktlogik der Scalerbaugruppe dar, an dem das WLAN- oder Bluetooth-Interface zum Datenaustausch mit der Cloud angebunden ist: Es basiert auf einem ARM Cortex M4 Mikrocontroller, der deutlich weniger Angriffspotenzial bietet als x86er Systeme.

Zudem wären über dieses Interface auch nur die Kernfunktionen des Displays angreifbar. Die Applikationen auf dem Embedded Systemen selbst jedoch nicht, da diese in der Regel so angebundenen sind, dass kein Durchgriff auf sie möglich ist. Selbst wenn Eindringversuche zur Scalerbaugruppe erfolgreich wären, würden sie nicht zu nachhaltigen Schäden oder Datenabfluss bei den eigentlichen Applikationen führen.

Die Anbindung der Clouds erfolgt via WebSocket-Protokoll. Das WebSocket-Protokoll garantiert, dass Client und Server jederzeit aktiv bidirektional kommunizieren können. WebSocket unterstützt dabei verschiedenste Datenmodelle: Ob binär, über JSon bis XML ist alles möglich. Im Unterschied zu einer reinen http-Verbindung, bei der immer eine Anfrage eines Clients vorliegen muss, um eine Aktion auf dem Server auszulösen, kann der Server beim WebSocket Protokoll jederzeit eine vorher vom Client geöffnete Verbindung nutzen. Der Client – also die Scalerbaugruppe – muss nicht aktiv eine spezifische Aktion anfragen.

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