Eingabesysteme Welche Tastatur wann am besten geeignet ist

Redakteur: Kristin Rinortner

Touch-Displays sind derzeit Kult. Aber auch herkömmliche Eingabesysteme wie Silikonschaltmatten und Folientastaturen haben ihre Vorteile und sind zudem preisgünstige Kontaktsysteme.

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Zugegeben: der Titel dieses Beitrags klingt schon sehr trocken – aber obwohl derzeit viele Anbieter gern von Touchscreen, Multi-Touch, Mensch-Maschine-Interface usw. reden, erfreut sich die „gute alte Tastatur“ weiterhin ausgezeichneter Beliebtheit.

Natürlich ist es toll, wenn die Lebensdauer nicht vom Verschleiß elektromechanischer Kontakte abhängt. Vom Gesichtspunkt des Designs und – je nach Anwendungsfall – auch unter weiteren Aspekten wie der Hygiene, ist es hochinteressant, wenn das Eingabesystem nach außen z.B. vollflächig durch Glas abgeschlossen ist. Aber nicht jede Anwendung benötigt echte „Touch“-Bedienung (oder soll diese gar nicht haben) und oft bewirkt ein anfänglicher grober Kostenvergleich die Rückkehr zu herkömmlichen Lösungen.

Aber was ist eigentlich „herkömmlich“? Unter diesem Begriff fasst man in erster Näherung Tastaturen aus Einzelkomponenten (diskreten Tasten) und Flacheingabesysteme (Folientastaturen, Gummischaltmatten) zusammen.

Die Tastatur aus Einzelkomponenten

Der Mensch auf der Straße denkt bei dem Stichwort „Tastatur“ sicher zuerst an „Computer“ und „Geldautomat“ – googlen Sie einfach mal. So eine Computertastatur ist dadurch charakterisiert, dass die Vielfalt der Tasten eher gering ist, aber bestimmte Anforderungen an die Haptik (Tastenhub, Anschlag, …) und Dauerhaftigkeit der spezifizierten Werte unabdingbar erfüllt sein müssen. Diese Anforderungen lassen sich am Einfachsten durch Verwenden von Einzeltasten (Eingabetasten, key-switches) verwirklichen.

Das Prinzip der Folientastatur wird häufig an Sportgeräten (Fitness-Studio) oder Verkaufsautomaten genutzt. Für den Bediener sichtbar ist eine Kunststofffolie – ggf. mit entsprechenden Fenstern, hinter denen sich Displays, Ziffernanzeigen oder einfach nur Leuchtdioden befinden.

Diese Frontfolie (auch Grafikfolie genannt) wird sehr häufig geprägt, so dass der bedienende Finger im Bereich der Tasten geführt wird. Üblich sind die die Tasten umlaufende Randprägung, die flächig erhabene Prägung auf der gesamten Taste und die blasenförmige Prägung (Bild 1). Auch wenn Tastenbeschriftung im Braille-Code gewünscht ist, bietet sich die Prägung der Frontfolie an.

Vorteile von Grafikfolien

Das Synonym „Grafikfolie“ weist unmissverständlich auf einen bedeutenden Vorteil hin: Die grafischen Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Beliebige Tastenkonturen sind (verglichen mit einfachen runden oder rechteckigen Tasten) ohne Mehrpreis realisierbar, Farben sind nach Herzenslust für Firmenzeichen, „Corporate Design“ oder optische Gliederung der Fläche einsetzbar. Die Bedruckung erfolgt dabei stets von der Rückseite, so dass man sich über Abriebfestigkeit wenig Gedanken machen muss.

Als Ausgangsmaterial für Frontfolien wird ein Polyester- oder Polykarbonat-Film verwendet – Materialien, die temperaturfest und widerstandsfähig gegen allerlei Einflüsse sind. Zusätzlich zu den Möglichkeiten von Prägung und Bedruckung kann der Designer auch aus verschiedenen Strukturen wählen: Glänzend, matt oder texturiert. Auch eine Kombination ist möglich, z.B. eine matte Folie mit hochglänzendem Tastenknopf.

Finessen wie elektrische Schirmung, auswechselbare Beschriftung, diverse Illuminationen usw. erweitern die Einsatzmöglichkeiten noch weiter.

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