Intermodulationen in der Kommunikationsmesstechnik Wechselwirkung von Messobjekt und Spektrumanalysator
Verzerrungen durch Intermodulationen beeinflussen das Messergebnis grundlegend. Unser Beitrag zeigt Lösungen auf, wie Anwender verfälschten Messergebnissen entgegen wirken können.
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Um die Systemeffizienz und Signalqualität zu optimieren ist es notwendig, Intermodulationsverzerrungen (Englisch: Intermodulation Distortion, IMD) in modernen Kommunikationssystemen zu reduzieren. Solche Intermodulationsverzerrungen können die belegte Bandbreite erhöhen, Nachbarkanäle stören, zu Signalverzerrungen beitragen und das verfügbare Frequenzspektrum stärker belasten.
Die Ursache von Intermodulationsverzerrungen sind typischerweise aktive Elemente eines Kommunikationssystems. Messen lassen sie sich mit verschiedenen Methoden und Techniken und anschließend korrigieren. Damit eine hohe Messgenauigkeit garantiert ist, darf das Messgerät selbst nicht zu den Intermodulationseffekten beitragen. Der folgende Text beschreibt die Wechselwirkungen von Intermodulationsprodukten, die vom Messobjekt erzeugt werden, und Intermodulationsprodukten, die intern in einem Spektrumanalysator generiert werden.
Trägt der Spektrumanalysator zu den Intermodulationsverzerrungen bei, so liefert die IMD-Messung häufig falsche Werte, die sowohl zu hohe als auch zu niedrige Intermodulationsverzerrungen anzeigen können. An Beispielen zeigen wir, wie sich Intermodulationsprodukte gegenseitig auslöschen, sowie erforderliche Maßnahmen, um verfälschte Messergebnisse durch den Spektrumanalysator zu vermeiden.
Intermodulationsprodukte dritter Ordnung, die durch nichtlineares Verhalten von Komponenten wie Leistungsverstärkern verursacht werden, tragen wesentlich zur Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit eines Kommunikationssystems bei. Das gilt sowohl innerhalb des Übertragungsbands (bei Mehrträger-OFDM-Systemen, bei denen sich das Sendesignal verschlechtert) als auch außerhalb des Übertragungsbands, wo sich Intermodulationen negativ auf die Nachbarkanäle auswirken (gemessen als Adjacent Channel Leakage Ratio, ACLR).
Intermodulationsverzerrungen im Übertragungsband führen zu einer verschlechterten Signalqualität, die sich in einer niedrigeren Modulationsqualität, gemessen als Error Vector Magnitude (EVM), niederschlägt. Bei Sendern wird das Intermodulationsverhalten in der Regel vom Ausgangsverstärker bestimmt, denn er arbeitet mit der höchsten Leistung im Sendepfad. Dem Leistungsverstärker vorgeschaltete aktive Komponenten können, falls sie nicht entsprechend konzipiert sind, ebenfalls das Intermodulationsverhalten beeinträchtigen.
Erzeugen zwei aktive Komponenten in einem Signalpfad Intermodulationsprodukte mit annähernd gleichen Amplituden, so hängt die dadurch entstandene Gesamtverzerrung von der Phasenlage der Intermodulationsprodukte zueinander ab. Die einzelnen Intermodulationsprodukte können sich addieren und somit zu einer erhöhten Intermodulationsverzerrung führen oder sich gegenseitig subtrahieren, was zu einer niedrigeren Intermodulationsverzerrung bis hin zur Auslöschung führt.
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