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Interne Meilensteine in kürzeren Abständen helfen, etwaige Verzögerungen schneller aufzudecken und entsprechende Maßnahmen frühzeitig ergreifen zu können. Eine geeignete Methode zur Erkennung von Projektverzögerungen ist z.B. die Meilenstein-Trendanalyse. Hier zeigt sich ein weiterer wichtiger Zweck von Meilensteinen: die Entscheidung über den weiteren Projektfortgang.
Mögliche Hauptmeilensteine, die gleichzeitig als Synchronisationspunkte mit dem Auftraggeber und möglichen eigenen Unterauftragnehmern dienen, können z.B. sein:
- Kick-off Meeting bzw. Projektstart-Workshop
- abgestimmte Projektdefinition
- Ende Phase „Projektstart“, Beginn „Projektdurchführung“
- abgestimmte Anforderungen, Version 1.0
- abgestimmte Systemarchitektur, Version 1.0
- Beginn und Ende „Implementierung“
- Beginn und Ende „Systemtest“
- Ende „Abnahme“
Kein Meilenstein ohne Ergebnisse und Verantwortlichkeiten
Erfolgreiche Projektleiter haben immer die für den nächsten Meilenstein notwendigen Ergebnisse im Blick. Eine sehr hilfreiche Grundlage ist eine kombinierte Ergebnis- und Rollenplanung:
- In einer Tabelle werden alle zu erstellenden Ergebnisse aufgelistet, z.B.: Anforderungsanalyse, Systemarchitektur, Software-Architektur, …
- Komplexe und umfangreiche Ergebnisse, wie z.B. Quellcode oder Tests, werden als Module, Funktionsblöcke oder Sammelpunkte aufgeführt.
- Für jeden Meilenstein wird eine Spalte eingeführt.
- Zu jedem Meilenstein wird der Termin eingetragen.
- An den Kreuzungspunkten wird nun markiert, welches Ergebnis zu welchem Meilenstein fertig sein muss. Darüber hinaus können hier verschiedene Versionsstände, wie z.B. „erster Entwurf“, „freigegebene Version“ usw. eingeführt werden.
- Zu jedem Ergebnis wird die verantwortliche Person aufgenommen.
- Alternativ können Ablageort oder Werkzeug zum Abruf eines Berichtes, z.B. bei Werkzeugen zur Erfassung und Verwaltung von Anforderungen, pro Ergebnis aufgeführt werden.
*Dr. Karlheinz Morgenroth (Karlheinz.Morgenroth@methodpark.de) studierte Wirtschaftsinformatik. Er ist seit 2008 bei der Method Park Software AG und dort verantwortlich für die Themenbereiche Projektmanagement und Prozessverbesserung. Seit 2009 hält Morgenroth auch Vorlesungen an der Universität Bamberg zum Thema Projektmanagement in IT-Projekten.
*Dr. Jürgen Schmied studierte und promovierte am Lehrstuhl für Informatik der Universität Würzburg. 2001 wechselte er zur Method Park Software AG und übernahm Ende 2009 die Geschäftsleitung der Method Park Management GmbH. An der Universität Würzburg hält Schmied Vorlesungen zum Thema Management im Software Engineering.
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