Lösungen für das Gesundheitswesen Von der Luftfahrt in die Medizintechnik

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Ein Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt entwickelt medizintechnische Lösungen wie Antriebstechniken, Implantate und Steuerungen für komplexe Systeme.

Eine Strömungssimulation der Blutpumpe CAREFLOW zur blutschonenden Herzunterstützung. Die medizintechnischen Lösungen entstammen einem Spin-off des DLR.(DUALIS MedTec)
Eine Strömungssimulation der Blutpumpe CAREFLOW zur blutschonenden Herzunterstützung. Die medizintechnischen Lösungen entstammen einem Spin-off des DLR.
(DUALIS MedTec)

Was entsteht für eine Firma, wenn sich Ingenieure und ein Herzchirurg zusammen schließen? Das im Jahr 2006 als Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstandene Unternehmen DUALIS MedTech. Technologien, entwickelt vom DLR Institut für Robotik und Mechatronik, die in der Luftfahrt Anwendung finden, sollen als Transfer dem Medizintechnikmarkt zur Verfügung gestellt werden. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung von medizintechnischen Lösungen. Hierzu zählen Antriebstechnologien, intelligente Implantate und die Steuerung komplexer Systeme.

Als Beispiel stehen beispielsweise Herzkrankheiten, Nierenerkrankungen, Grüner Star und Inkontinenz. „Diese Produktentwicklungen sollen den Patienten mehr Lebensqualität bieten und die Kosten im Gesundheitssystem reduzieren", sagt Stephan Sagolla, Geschäftsführer der DUALIS MedTech. Mit der entwickelten Wireless-Technik lassen sich die elektrischen Energieträger von Implantaten, wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren und Geräte zur Neurostimulation, energetisch aufladen. Das Prinzip der induktiven, resonanten Kopplung ermöglicht eine kabellose Übertragung der elektrischen Energie zu den implantierten Geräten.

Das Risiko von Thrombenbildung bei Herzpatienten soll durch ein blutschonendes Pumpenkonzept erheblich minimiert werden. Das Projekt „CAREFLOW“ wird vom BMBF gefördert. Ein weiteres Highlight ist das druckregulierende Implantatsystem „MikroAug“ mit dem gezielt das Kammerwasser im Auge reguliert werden kann. Der Augeninnendruck wird mit einer biokompatiblen Mikropumpe geregelt. Das Projekt wird ebenfalls von Seiten des Staates unterstützt.

Mit den zukunftsweisenden Neuentwicklungen beabsichtigt DUALIS mit Medizinprodukteherstellern und Dienstleistern im Gesundheitswesen zu kooperieren. Der künstliche Sphinkter, der für Patienten mit Harninkontinenz aktuell entwickelt wurde, ist das erste Produkt das auf dem Markt etabliert werden soll.

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