Branchentreff Steckverbinder Vom Steckverbinder-Chaos zum Steckverbinder-Kongress

Redakteur: Kristin Rinortner

Der Anwenderkongress Steckverbinder feiert vom 6. bis 8. Juni 2016 in Würzburg sein zehntes Jubiläum. Wir werfen einen Blick auf Highlights und Programm.

Anbieter zum Thema

Bild 1: Die Grafik zeigt die Entwicklung der Teilnehmerzahlen des Steckverbinderkongresses von 2007 bis 2015 mit Berücksichtigung des Anteils von Herstellern und Anwendern.
Bild 1: Die Grafik zeigt die Entwicklung der Teilnehmerzahlen des Steckverbinderkongresses von 2007 bis 2015 mit Berücksichtigung des Anteils von Herstellern und Anwendern.
(Bild: Kristin Rinortner)

Im Juni 2016 kann der Anwenderkongress Steckverbinder auf stolze zehn Jahre Bestehen zurückblicken. Die Anfänge waren spannend, als aus dem Steckverbinder-Chaos in der Steckverbinderei auf dem Kongress erste Strukturen entstanden, in denen Wissenslücken geschlossen werden konnten.

Die Teilnehmerzahlen stiegen, abgesehen vom konjunkturbedingten Rückgang im Jahr 2009, stetig an (Bild 1) mit einem Peak von 340 Teilnehmern im Jahr 2014. Im Jahr 2015 wurden mit 41 Ausstellern die Präsentationsflächen knapp. Beides belegt, dass sich die Veranstaltung mittlerweile als Branchentreff etabliert hat.

Steckverbinder haben eine lange Geschichte. In der Steckverbinderei ging es zunächst vorzugsweise um die Übertragung von Strömen und später um analoge Signale für Telefone und noch später um digitale Signale für Computerperipherie, alles bei sehr niedrigen Frequenzen.

Danach wurden durch den Übergang von paralleler Datenübertragung zur seriellen Version viele Steckverbindervarianten benötigt. Jeder Hersteller vermarktete seine eigenen Produkte als „Non plus ultra“-Ergebnis, bis man sich später zumindest auf Quasi-Standards weitgehend einigte.

Dann mussten die Steckverbinder für hohe Frequenzen ertüchtigt werden. Blindstecken, bleifreies Löten, Einpresstechnik und Crimpen waren von 2000 bis 2006 ein viel diskutiertes Problem in Europa.

Das alles führte zu einem großen Informationsbedarf. Dieses Expertenwissen wurde ab 2007 auf dem Anwenderkongress Steckverbinder vermittelt.

Die Geschichte vom ersten Steckverbinder und die Entwicklung der Anschlusstechnik vermittelt Hermann Strass (Technology Consulting) in seinem Abschlussvortrag zur Steckverbinder-Historie am Mittwoch.

Museum zu historischen Steckverbindern

Die Geschichte der Steckverbinderei wollen wir auf dem 10. Kongress zudem in einem Museum ansatzweise nachvollziehen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Haben Sie noch historische Hardware? Ihre Exponate stellen wir gerne aus.

Die interessantesten Anwendungen werden darüber hinaus unter dem Motto „Steckverbindervariationen in der Anwendung“ auf dem Kongress u.a. mit einem iPad prämiert.

Möchten Sie dabei sein? Dann schicken Sie mir ein Foto und eine kurze Beschreibung Ihres Steckverbinders.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:43826303)