D-Sub Steckverbinder Video-Verarbeitungskomponenten mit Steckverbinder-Klassikern

Autor / Redakteur: Achim Blind und Holger Schostak * / Kristin Rinortner

D-Sub Steckverbinder sind wohl eine der populärsten Steckverbinder-Bauformen für Datenverbindungen. Heute findet man den D-Sub in vielen Produkten in der Industrie- und Konsumelektronik, Datentechnik, aber auch in High-end-Applikationen wie in Broadcast-Equipment. Der folgende Beitrag beschreibt die gelungene Symbiose aus moderner Audio/Video-Technik und dem bewährten Steckverbinder-Klassiker.

Anbieter zum Thema

Übertragungstechnik: In modernen Regiewagen sorgen LYNX Systeme für die erforderliche Signalverarbeitung, wobei die I/Os oftmals mit D-Sub-Steckverbindern realisiert sind.
Übertragungstechnik: In modernen Regiewagen sorgen LYNX Systeme für die erforderliche Signalverarbeitung, wobei die I/Os oftmals mit D-Sub-Steckverbindern realisiert sind.
(Bild: TopVision Telekommunikation)

Der amerikanische Hersteller ITT-Cannon entwickelte bereits im Jahr 1952 einen Steckverbinder-Typ, den er wegen der D-ähnlichen Form des Metallkragens und aufgrund der für damalige Verhältnisse sehr kleinen Bauform „D Subminiature“ nannte.

Bildergalerie

Diese Bauform fand rasch ihren Eingang in die Normenwelt, speziell im MIL-Standard 24308 und IEC 60807-3 (DIN 41652). D-Sub Steckverbinder werden weltweit in hohen Stückzahlen als standardisierte I/O-Schnitt-
stellen für vielfältige Applikationen eingesetzt.

Das Steckgesicht der D-Sub-Steckverbinder weist üblicherweise zwei Kontaktreihen auf. Standard-Kontaktdichten sind 15-polig (DA-Gehäuse), 25-polig (DB), 37-polig (DC), 50-polig (DD) und 9-polig (DE). Dazu gesellen sich noch Bauformen mit hoher Kontaktdichte (HD) mit drei Kontaktreihen und 15, 26, 44 und 62 Polen.

Dass man mit modernen, leistungsfähigen D-Sub Steckverbindern mehr als einfache Schnittstellen-Aufgaben lösen kann, zeigt die LYNX Technik AG. Die Spezialisten mit Sitz in Weiterstadt haben sich in den letzten Jahren einen Namen für High-end-Broadcast-Lösungen gemacht.

Das entwicklungsgetriebene und global ausgerichtete Unternehmen wurde im Jahr 2002 gegründet und beschäftigt derzeit bereits mehr als 30 Mitarbeiter, plus ausgelagertem Vertrieb und Produktion. Bei der Fertigung seiner Produkte setzen die Weiterstädter auf EMS-Dienstleister wie Productware und ERNI EMS.

Signalverarbeitung für Broadcast-Applikationen

Der Produktfokus liegt auf sogenannten „Glue-Komponenten“ in Broadcast-Anwendungen mit modular aufgebautem Signalverarbeitungs-Equipment. Mit anderen Worten, man findet die Produkte von LYNX quasi als Bindeglieder überall dort, wo einmal erfasste Video- und Audio-Informationen verarbeitet oder für die weitere Verarbeitung übertragen, verstärkt, verteilt oder wieder zusammengeführt werden müssen.

Ein Beispiel sind moderne Übertragungswagen wie sie u.a. bei internationalen Sportereignissen zum Einsatz kommen. Das typische Szenario sind heute jedoch mehr Sattelschlepper mit Aufliegern, die Raum für zahlreiche Arbeitsplätze bieten (Bild 1).

Da es sich hier nicht mehr um Fahrzeuge mit reiner „Übertragungs“-Technik, sondern eher um eine vollständig mobile Studio-Bild/Tonregie handelt, werden solche LKW oft nicht mehr als „Ü-Wagen“, sondern als „MP“ bezeichnet – Mobiles Produktionsmittel.

Das Unternehmen entwickelt und fertigt maßgeschneiderte und einfach einsetzbare Produkte in enger Kooperation mit weltweit führenden Broadcast-Unternehmen. So wurde eine komplette Familie an Signalverarbeitungs-Lösungen für Anwender in den Bereichen Broadcast, Post-Produktion und professioneller Audio/Video-Verarbeitung entwickelt.

Dabei erfüllen die Produkte einerseits die höchsten Ansprüche für digitale Rundfunk/TV-Anwendungen, sind aber auf der anderen Seite einfach und effizient einzusetzen.

Zu den typischen Applikationen zählen Übertragungswagen, zentrale Broadcast-Control-Räume, Produktionsstudios, Netzbetreiber-Zentralen, Post-Produktion, Video-Vervielfältigung sowie auch eine Vielfalt an Sicherheits-Anwendungen.

Die Produktplatte ist auf Flexibilität und Modularität ausgelegt. So besteht die Yellobrik-Familie aus robusten, kompakten und kosteneffektiven 3G/Glasfaser-Modulen für einen möglichst einfachen Einsatz.

(ID:42506651)