EU-Projekt „aCCCess“ Vernetzung der europäischen Halbleiter-Kompetenzzentren läuft an

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Das EU-Projekt „aCCCess“ hat sich zur Aufgabe gemacht, den Aufbau und die Zusammenarbeit europäischer „Chips Competence Centres“ zu stärken. Ziel der EU-Chipstrategie ist eine koordinierte, leistungsfähige Halbleiterstruktur in Europa.

Die im EU Chips Act geplanten Chips Competence Centres (CCCs) sollen Europas Halbleiterkompetenz auf das nächste Level heben.(Bild:  Silicon Saxony)
Die im EU Chips Act geplanten Chips Competence Centres (CCCs) sollen Europas Halbleiterkompetenz auf das nächste Level heben.
(Bild: Silicon Saxony)

Mit dem Start des EU-Projekts aCCCess im März 2025 beginnt der Aufbau eines europaweiten Netzwerks von Chips Competence Centres (CCCs). Die Initiative verfolgt das Ziel, die 27 im EU Chips Act geplanten, dezentralen Einrichtungen in 25 Ländern strukturell und operativ zu verbinden. Damit sollen Know-how, Ressourcen und Technologien überregional effizient nutzbar gemacht werden – im Einklang mit dem EU Chips Act.

Ein Netzwerk an europaweiten Halbleiter-Kompetenzzentren

Neben den CCCs werden auch die Chips Pilot Lines (PLs) und die cloudbasierte Design Platform (DP) in das entstehende Netzwerk eingebunden. Während CCCs auf spezialisierte Unterstützung und Schulung setzen, fokussieren PLs auf die Brücke zwischen Forschung und Vorserienproduktion. Die DP stellt europaweit Designressourcen bereit, inklusive EDA-Tools und IP-Bibliotheken.

Das EU-Projekt aCCCess koordiniert diese drei Elemente durch die Einrichtung des European Network of Chips Competence Centres (ENCCC), das in fünf Arbeitsgruppen organisiert ist: Betrieb, Öffentlichkeitsarbeit, Technologieangebote, Schulung und Finanzierung. Die Harmonisierung von Prozessen soll Schnittstellen vereinfachen, Doppelstrukturen vermeiden und eine schnelle Umsetzung von Projekten ermöglichen.

Ein zentrales Element wird ein gemeinsamer Online-Marktplatz sein, der Angebote der CCCs gebündelt sichtbar macht und mit KI-gestützten Funktionen für Wartung, Matching und Anfragen arbeitet. Ergänzt wird dies durch ein Venture-Capital-Netzwerk sowie das Chips Finance Lab, das Finanzierungslösungen, Schulungen und Investorenzugang bietet – insbesondere für KMU und Start-ups.

Zur fachlichen Vertiefung und Wissensvernetzung wird aCCCess regelmäßige Webinare, Schulungen und eine jährliche Community-Veranstaltung organisieren. Ein Think Tank soll darüber hinaus als Impulsgeber für strategische Themen rund um Clusterbetrieb und Technologieentwicklung dienen.

Für Entwickler und Ingenieure ergeben sich daraus neue Chancen: vereinfachter Zugang zu Ressourcen, schnellere Wege zur Umsetzung von Chipdesigns, engere Kooperation mit europäischen Technologiepartnern – und nicht zuletzt bessere Perspektiven bei der Finanzierung technologischer Innovationen.

In Deutschland sind der Verband Silicon Saxony und die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH als direkte Projektpartner an aCCCess beteiligt. Weitere Projektpartner sind die Consulting-Gruppe Bluemorpho und der Innovationshub Minalogic aus Frankreich, der Forschungscluster Silicon Alps aus Österreich, der Machatronik Innovation Cluster MESAP aus Italien und der tschechische Czech National Semiconductor Cluster. Die Fraunhofr-Gesellschaft ist ebenfalls als assoziierter Partner am Projekt beteiligt.

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