Android-Zubehör USB-Host-IC von FTDI vereinfacht Datenkommunikation

Redakteur: Holger Heller

Die Initiative für offenes Android-Zubehör will Future Technology Devices International (FTDI) mit einem USB Full Speed (12 MBit/s) Host-IC weiter unterstützen. Der Chip soll vor allem auf Android-Plattformen wie Tablet-PCs oder Smartphones für eine Datenanbindung an Endsysteme sorgen – und zwar mit Hilfe von USB.

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FT311D von FTDI: USB Full Speed (12 MBit/s) Host-IC u.a. für Android-Plattformen wie Tablet-PCs oder Smartphones
FT311D von FTDI: USB Full Speed (12 MBit/s) Host-IC u.a. für Android-Plattformen wie Tablet-PCs oder Smartphones

Google stellte die „Android-Open-Accessories“-Initiative vor knapp einem Jahr vor. In dieser Spezifikation wird die Standard-USB-Technik mit einem zusätzlichen Enummerationsschritt verwendet. Damit ermöglicht die USB-Verbindung der Android-Plattform, als USB-Slave/Peripherie zu fungieren.

Dies erübrigt die Notwendigkeit, Strom bereitzustellen, Device-Class-Treiber zu speichern und den USB-Host-Stack zu unterstützen, der den USB-Bus steuert. Damit werden alle USB-Host-Funktionen auf das Endprodukt verlagert, das sich mit der Android-Plattform verbindet.

„Mit unserem neuen Host-IC haben wir unser Angebot für Android-bezogene Produkte nun weiter gestärkt, damit Entwickler die neuen Möglichkeiten des Open-Accessories-Modus nutzen können“, so Fred Dart, CEO und Gründer von FTDI.

Bridge zwischen USB-Port und Schnittstellen

Der FT311D von FTDI wird mit der Standardspannung 3,3 V betrieben und benötigt nur 25 mA Strom im laufenden Betrieb mit 48 MHz Taktfrequenz. Im Standby-Modus werden 128 µA Strom verbraucht. Der Baustein dient als Bridge zwischen dem USB-Port und sechs verschiedenen, benutzerdefinierbaren Schnittstellenarten: GPIO, UART, PWM, I²C Master, SPI Slave und SPI Master.

Er kann in Verbindung mit jeder Plattform eingesetzt werden, die den Android Open Accessory Modus unterstützt (typ. ab Version 3.1 des Android-Betriebssystems, obwohl einige Plattformen den Open Accessory Modus bis Version 2.3.4 zurück unterstützen).

Wird die Peripherie-Schnittstelle des Bausteins im UART-Modus konfiguriert, implementiert die Schnittstelle einen einfachen, asynchronen seriellen UART-Port mit Datenflusssteuerung. Der UART des FT311D kann Datenraten zwischen 300 Bit/s und 6 MBit/s unterstützen, während sein I²C-Master-Interface mit I²C-Slave-Schnittstellen in Verbindung tritt, um Übertragungsraten bis zu 125 KBit/s bereitzustellen.

Android-Open-Accessory-Initiative

Die Schnittstelle kann auch so konfiguriert werden, dass sie vier PWM-Ausgänge (Pulsweiten-Modulation) bereitstellt. Diese können zur Erzeugung von PWM-Signalen dienen, mit denen sich Motoren, Aktuatoren, Sensoren, DC/DC-Wandler und AC/DC-Netzteile ansteuern lassen, z.B. in Spielzeugen, Beleuchtungen, Home Automation und Industrie.

Ein Entwicklungsmodul (UMFT311EV) auf Basis des FT311D steht ebenfalls zur Verfügung. Mit den Board-Abmessungen 68,58 mm x 55,38 mm x 14 mm dient es als Hardwareplattform, um eine einfache Evaluierung des Bausteins zu ermöglichen und Entwicklern das Design einer Vielzahl Android-Open-Accessory-konformer Anwendungen zu ermöglichen.

Die Wahl des gewünschten Interface-Modus erfolgt über eine Reihe von Jumpern. Das Modul wird durch ein 66,60 mm x 55,38 mm x 22 mm GPIO Shield Board (UMFT311GP) mit Drucktasten-Tastatur ergänzt, das als Eingabeschnittstelle dient und über acht LEDs verfügt, die einen aktiven Ausgang anzeigen können.

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