Zweite Japan-Fab geplant TSMC, Sony, Denso und Toyota investieren in JASM-Expansion

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Um die Halbleiterfertigung in Japan anzukurbeln, investieren TSMC, Sony, Denso und Toyota gemeinsam in eine zweite Fab der TSMC-Tochter Japan Advanced Semiconductor Manufacturing (JASM). Wenn alles glattläuft, wird das neue Werk Ende des Kalenderjahres 2027 die Produktion aufnehmen.

Wafer aus einer TSMC-Fab.(Bild:  TSMC)
Wafer aus einer TSMC-Fab.
(Bild: TSMC)

Auf dem Gebiet der Halbleiterfertigung belegte Japan vorwiegend in den 1980er- und 1990er-Jahren eine große Rolle, als Unternehmen wie Sony, Toshiba, NEC und Hitachi etliche Ressourcen in Entwicklung und Produktion investierten, um in der Herstellung von Halbleiterprodukten eine führende Position einzunehmen. Inzwischen aber haben vor allem Unternehmen aus Taiwan, Südkorea und den USA viel Land gewonnen, während der japanische Marktanteil gesunken ist.

Bereits seit 2021 investiert der taiwanesische Halbleiterhersteller TSMC in das Tochterunternehmen Japan Advanced Semiconductor Manufacturing (JASM) und bietet japanischen Herstellern Minderheitsbeteiligungen an, um die heimische Halbleiterfertigung zu stärken. In der japanischen Präfektur Kumamoto wurde 2022 mit der Unterstützung von Sony der Grundstein für das erste JASM-Werk gelegt, das noch bis Ende 2024 fertiggestellt sein wird.

Zeit für ein zweites JASM-Werk

Damit nicht genug: Wie TSMC mit den Partnern Sony, Denso und Toyota am 6. Februar 2024 bekannt gegeben hat, wird bis zum Ende des Kalenderjahres 2027 eine zweite JASM-Fab in der Region Kumamoto errichtet. Bei dieser Fab übernimmt Toyota dabei eine Minderheitsbeteiligung. Zusammen mit Fab 1 belaufen sich die Investitionen in JASM auf über 20 Milliarden US-Dollar; dazu wird das Projekt von der japanischen Regierung unterstützt.

„Mit beiden Fabriken wird am Standort Kumamoto von JASM eine Gesamtproduktionskapazität von mehr als 100.000 12-Zoll-Wafern pro Monat erwartet, beginnend mit 40-nm-, 22/28-nm-, 12/16-nm- und 6/7-nm-Prozesstechnologien für Anwendungen in der Automobil-, Industrie-, Verbraucher- und Hochleistungs-Branche. Der Kapazitätsplan kann je nach Kundenbedarf weiter angepasst werden. Mit beiden Fabriken wird erwartet, dass der Standort Kumamoto mehr als 3.400 Arbeitsplätze schafft“, ist der offiziellen Mitteilung von TSMC zu entnehmen. Mit dieser Investition hält TSMC 86,5 Prozent an JASM, Sony 6 Prozent, Denso 5,5 Prozent und Toyota 2 Prozent. (sb)

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