Vor 35 Jahren

TI-99/4A: Der erste 16-Bit-Heimcomputer

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Erfolg im zweiten Anlauf

Nicht zuletzt litt der Rechner darunter, dass er nur im Paket mit einem Zenith-Farbmonitor angeboten wurde – der für den Computer eigentlich vorgesehene HF-Modulator für den Anschluss an handelsübliche Fernsehgeräte erfüllte die Auflagen der US-Kommunikationsagentur zunächst nicht. Durch das Bundle mit dem Monitor wurde der Rechner für die meisten potenziellen User aber unerschwinglich teuer.

Die Hauptplatine des TI-99/4A. Im Zentrum ist deutlich der Hauptprozessor TMS9900 (1) zu sehen. Weitere Bauteile: Grafikchip (2), I/O-Baustein (3), GROM (4), Soundprozessor (5), DRAM (6), Taktgeber (7), ROM (8), SRAM (9), Anschluss für Steckmodule (10), Schnittstelle für Kassettenlaufwerk (11), Videoausgang (12), Joystickport (13), Tastaturanschluss (14), Expansion Port (15)  (Bild:  Grafik der Hauptplatine eines Texas Instruments TI-99/4A / / CC BY-SA 3.0)
Die Hauptplatine des TI-99/4A. Im Zentrum ist deutlich der Hauptprozessor TMS9900 (1) zu sehen. Weitere Bauteile: Grafikchip (2), I/O-Baustein (3), GROM (4), Soundprozessor (5), DRAM (6), Taktgeber (7), ROM (8), SRAM (9), Anschluss für Steckmodule (10), Schnittstelle für Kassettenlaufwerk (11), Videoausgang (12), Joystickport (13), Tastaturanschluss (14), Expansion Port (15)

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Zwei Jahre später, im Juni 1981, lieferte TI dann das verbesserte Gerät mit dem Namen TI-99/4A und mit 16 Kilobyte Hauptspeicher aus. Gegenüber dem Vorgänger war der Computer in fast allen Belangen verbessert worden. Durch die vollwertige Schreibmaschinentastatur war der 99/4A für Büro-Aufgaben wie Textverarbeitung geeignet, Bitmap-Grafiken erlaubten Videospiele und auch der Preis war relativ attraktiv.

Das führte dazu, dass sich der TI-99/4A in den USA kurz nach seiner Markteinführung einen respektablen Marktanteil sichern konnte. Ende des Jahres 1982 produzierte Texas Instruments rund 150.000 Einheiten pro Monat, sein Anteil am US-Heimcomputermarkt für Ende 1982 wird auf etwa 35 Prozent geschätzt.

Allerdings musste TI im Weihnachtsgeschäft des Jahres 1982 bereits einen kräftigen Rabatt von 100 Dollar einräumen. Der amerikanische Komiker Bill Cosby, der den TI-Rechner damals in Fernsehspots bewarb, soll gesagt haben, es sei ganz einfach, Computer zu verkaufen – man müsse nur jedem Kunden dafür 100 Dollar bezahlen.

Dem TI-Heimcomputer setzte vor allem die Konkurrenz in Form von Commodore zu. Die Firma von Jack Tramiel hatte den Heimcomputer VIC-20 (der in Deutschland als „Volkscomputer“ VC-20 vermarktet wurde) ebenfalls im Jahr 1981 auf den Markt gebracht. Dieses Gerät wurde für 299 Dollar verkauft und war damit viel preiswerter als der TI-Computer, wenngleich technisch deutlich unterlegen.

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