Das thermische Management ist eine der wichtigsten Aufgabenstellungen bei der Entwicklung von Elektronik und Leistungselektronik. Vor allem dann, wenn Produkte effizient, zuverlässig und langlebig gestaltet werden sollen. Dazu gehört es, typische thermische Aufgabenstellungen systematisch zu analysieren.
Der erste Kongresstag von Power of Electronics steht bei den Cooling Days im Zeichen der Grundlagen. Prof. Andreas Griesinger von der DHBW Stuttgart erläutert in seinem Vortrag die Physik der Wärmeübertragung.
(Bild: Stefan Bausewein)
Die zunehmende Leistungsdichte und der Trend hin zu immer kompakteren Elektronikprodukten führen zu steigenden thermischen Belastungen. Entwickler elektronischer und leistungselektronischer Baugruppen stehen daher regelmäßig vor konkreten Problemen im thermischen Design. Das ist beispielsweise die richtige Temperaturverteilung, die Auswahl geeigneter Materialien und Komponenten oder das effektive Abführen der Wärme aus eng gepackten Geräten.
Der Grundlagentag der Cooling Days unter dem Dach von Power of Electronics 2025 vermittelt seit seiner Gründung im Jahr 2013 praxisnahe Kenntnisse sowie bewährte Methoden, um diese thermischen Fragen effizient zu klären und zu lösen. Dabei profitieren Teilnehmer besonders vom praktischen Know-how und der umfangreichen Erfahrung der beiden langjährigen Referenten Prof. Dr.-Ing. Andreas Griesinger von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (DHBW) und Tobias Best von Alpha Numerics. Unterstützt werden sie von Robert Liebchen vom Zentrum für Wärmemanagement (ZFW), dessen Erfahrung im Bereich praktischer Messmethoden und Materialtests wichtige Anforderungen der täglichen Entwicklungsarbeit abdeckt. Teilnehmer erwerben somit bewährte Kenntnisse und effiziente Lösungsstrategien für ihre Praxis.
Physikalische Grundlagen verstehen und praktisch anwenden
Prof. Andreas Griesinger leitet den Studiengang Maschinenbau an der DHBW Stuttgart und ist Gründer des Zentrums für Wärmemanagement (ZFW). Er erforscht seit vielen Jahren die thermischen Vorgänge in Automobiltechnik, Elektromobilität und Elektronik. In seinem Vortrag über die Physik der Wärmeübertragung vermittelt er verständlich die physikalischen Grundlagen: Wärmeleitung, Wärmestrahlung und den Wärmeübergang zwischen Materialien. Anhand konkreter Beispiele zeigt er, wie Ingenieure einfache und schnelle Abschätzungen der Wärmeübertragung durchführen, um thermische Probleme im Entwicklungsprozess direkt erkennen und lösen zu können.
Robert Liebchen bringt seine langjährige Erfahrung als technischer Experte für thermische Analyse und Laboringenieur an der DHBW Stuttgart und am ZFW in diesen Vortrag ein. Zu seinen Kernkompetenzen zählen insbesondere die Entwicklung und Bewertung von Wärmeleitmaterialien (Thermal Interface Materials, TIM), die Untersuchung von thermischen Kontaktwiderständen sowie Messungen thermophysikalischer Materialeigenschaften.
In dem Vortrag Messmethoden der thermischen Analyse erfahren die Teilnehmer praxisnah, wie sie durch präzise Messungen und zuverlässige Prüfmethoden wichtige thermische Kenngrößen wie die Wärme- und Temperaturleitfähigkeit, den thermischen Widerstand und die spezifische Wärmekapazität ermitteln und aussagekräftig analysieren. Diese Werte sind die unverzichtbare Grundlage für eine gezielte und erfolgreiche thermische Optimierung elektronischer Baugruppen.
Praxisnahes Wärmemanagement in der Elektronikentwicklung
Tobias Best ist ebenfalls seit den ersten Cooling Days 2013 regelmäßig mit Vorträgen dabei. In diesem Jahr geht es in seinem Vortrag um das Wärmemanagement am Beispiel eines Elektronikprodukts.
(Bild: Stefan Bausewein)
Tobias Best gibt seit Beginn der Cooling Days konkrete Hilfestellung zur Lösung thermischer Herausforderungen im Elektronik-Alltag. In seinem Vortrag nach der Mittagspause geht es um „Das Wärmemanagement am Beispiel eins Elektronikprodukts“. Ingenieure lernen erprobte Vorgehensweisen, um Wärmequellen zuverlässig zu identifizieren, bestehende thermische Barrieren gezielt zu überwinden und praxisnahe thermische Optimierungen durchzuführen. Wertvolle Handlungsempfehlungen bieten dabei unmittelbare Unterstützung für eigene Entwicklungsprojekte.
Sein zweiter Vortrag zum Thema „Einsatz einer für die Elektronikgeräteentwicklung spezifischen CFD-Software (CelsiusEC von Cadence)“ nutzt die CFD-Software (Computational Fluid Dynamics). Sie gehört zu den essenziellen Werkzeugen im thermischen Management. Tobias Best erklärt am konkreten Beispiel des speziell für die Elektronik konzipierten Simulationsprogramms CelsiusEC von Cadence, zu welchem Zeitpunkt CFD-Werkzeuge effektiv eingesetzt werden sollten. Eine Live-Demonstration zeigt anschaulich die entscheidenden Parameter und Stellgrößen, um das Potenzial der Simulation optimal für die eigene tägliche Entwicklungsarbeit auszuschöpfen.
DER KONGRESS FÜR ELEKTRONIKENTWICKLER
Entwickeln mit Weitblick – Die 360-Grad-Sicht auf die Elektronik
(Bild: VCG)
Von der ersten Idee bis zum marktreifen Produkt: Power of Electronics liefert Wissen, Werkzeuge und Kontakte für erfolgreiche Elektronikentwicklung. Egal, ob Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen oder erfahrener Spezialist sind – hier finden Sie tiefgehende Inhalte, aktuelle Technologien und innovative Lösungen. Es erwartet Sie ein auf verschiedene Themengebiete der Elektronik fokussiertes Vortragsprogramm, eine übergreifende Fachausstellung mit den jeweiligen Spezialunternehmen und Komponentenanbietern sowie zahlreiche Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch und intensiven Networking.
Der Grundlagentag richtet sich ausdrücklich nicht nur an Einsteiger in das Thema Wärmemanagement in der Elektronikentwicklung. Auch erfahrene Entwickler und Ingenieure finden dank der tiefen Expertise der Referenten und eine Vielzahl konkreter Praxisbeispiele wertvolle Anregungen, aktuelle Impulse und frische Herangehensweisen für ihren beruflichen Alltag. Nutzen Sie den direkten Austausch und erweitern Sie Ihr Fachwissen in einem praxisorientierten Umfeld. (heh)
Stand: 08.12.2025
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