M12-Steckverbinder

Steckverbinder für Feldverkabelung und Geräteanschluss

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Was hier zählt, ist die einfache und rationelle Anschlussmöglichkeit. Mit THR- oder SMD-Varianten werden Leiterplatten automatisch bestückt. Systeme mit Einzeladeranschluss sind dagegen eher bei der individuellen Beschaltung von Vorteil.

Besondere Anforderungen an die EMV-Festigkeit erfüllen die geschirmten Geräteanschlüsse. Die Schirmübergabe kann über den Anschluss am Gehäuse erfolgen, aber auch die Übergabe durch einen entsprechenden Schirm-Pin auf der Leiterplatte ist eine Option.

Auch bei den Einbau-Steckverbindern entscheiden Umwelteinflüsse über die Auswahl der Materialien. Für besondere Herausforderungen, etwa in der Prozesstechnik oder in der Lebensmittel-Industrie, gibt es Ausführungen aus Edelstahl, und im Outdoor-Bereich kommen auch hier spezielle Kunststoffe zum Einsatz.

Die wichtigste Anforderung an den Einbau-Steckverbinder ist der Schutz des elektronischen Innenlebens gegen Medien wie Wasser und Staub. Die Schutzart IP67 wird hierbei auch im ungesteckten Zustand erreicht (Bild 3).

Stärken von M12-Steckverbindern

Kein Steckverbinder hat so mit dem Fortschritt der Automatisierungstechnik mithalten können wie der M12. Seine Stärken sind Robustheit und einfache Handhabung. Für die unterschiedlichen Anwendungen gibt es eine große Bandbreite entsprechender Lösungen. Außerdem setzen immer mehr Branchen auf dieses System.

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Die Norm für M12-Steckverbinder

Die internationale Standardisierung ist eine wichtige Basis für die Verbreitung und Entwicklung des M12-Steckverbinder-Systems. Die ersten M12-Systeme entstanden Anfang der 80er Jahre. Hinzu kamen dann Feldbus- und M8-Varianten. Die unterschiedlichen Varianten wurden in der IEC 61076-2-101 zusammengefasst.

Waren anfangs noch alle unterschiedlichen Polbilder in einer Norm fixiert, so bedingten neue Polbilder und Bauformen eine ständige Erweiterung, und die Norm wurde in Einzelnormen unterteilt. Die IEC 61076-2-101 beinhaltet die M12-Steckverbinder, in der IEC 61076-2-1009 sind die M12-Datensteckverbinder aufgeführt. Die M8-Steckverbinder finden sich heute in der IEC 61076-2-104 wieder. Durch immer neue Polbilder ist eine frühzeitige Festlegung in der Normung notwendig. Damit bekommt der Anwender die Sicherheit, dass er die Steckverbinder auch weltweit über einen langen Zeitraum einsetzen kann (Bild).

Abzusehen ist bereits ein weiterer Trend: der Einsatz in der Leistungsübertragung der Antriebstechnik. Denn die Miniaturisierung von Antrieben fordert kleinere und flexiblere Steckverbinder. Es bleibt also spannend: Zukünftige Entwicklungen werden zeigen, in welcher Form der Wandlungskünstler M12 uns in den nächsten Jahren noch begegnen wird.

* * Michael Lüdke und

* Franz-Josef Niebur ... sind im Produkt-Marketing Industrie-Steckverbinder bei Phoenix Contact in Blomberg tätig.

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