Standortschließung Sozialplan und Jobbörse für die Leiterplattenfertigung von Würth Elektronik

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Im Oktober 2024 wurde bekannt, dass die Würth Elektronik Circuit Board Technology ihre Leiterplattenproduktion am Standort Schopfheim schließen will. Inzwischen wurde der Belegschaft ein Sozialplan vorgestellt. Viel Hilfe in Form von Stellenangeboten kam auch aus der Umgebung des Standorts.

Die Leiterplattenproduktion in Schopfheim wird eingestellt.(Bild:  Würth Elektronik)
Die Leiterplattenproduktion in Schopfheim wird eingestellt.
(Bild: Würth Elektronik)

Die Leiterplattenproduktion steckt in Deutschland in einer schweren Krise, vorwiegend, weil die Marktbegleiter aus China ihre Printed Circuit Boards (PCBs) wesentlich günstiger anbieten können. Die europäische Leiterplattenproduktion trägt kaum mehr als zwei Prozent zum Weltmarkt bei, und die Tendenz deutet eher nach unten als nach oben. Im Einklang mit dieser Entwicklung haben die Verantwortlichen der Würth Elektronik Circuit Board Technology im Oktober 2024 beschlossen, die Leiterplattenproduktion am Standort Schopfheim zu schließen.

Ausschlaggebend sei die schwerste Krise in der Geschichte der Leiterplattenindustrie in Europa, die sich in enormen Rückgängen bei den Aufträgen bemerkbar macht. Eine Werksschließung sendet da wenig hoffnungsvolle Signale in die Branche, ist aber aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Immerhin wurde inzwischen ein Sozialplan von Geschäftsführung und Betriebsrat ausgearbeitet, der dem betroffenen Personal am 6. Februar 2025 vorgestellt wurde.

Nicht nur schlechte Nachrichten

Doch es gibt auch gute Nachrichten in der ganzen Misere, die aufhorchen lassen. Denn Andreas Gimmer, Geschäftsführer der Würth Elektronik Circuit Board Technology, lässt mitteilen, dass sich nach Bekanntwerden der geplanten Schließung zahlreiche Unternehmen aus der Umgebung und aus der Schweiz gemeldet hatten. Im Gepäck hatten sie Stellenangebote für die von der Schließung betroffenen Angestellten. So konnte intern eine Jobbörse eingerichtet werden, die nicht nur fast alle Auszubildenden weitervermitteln könnte, sondern auch rund 50 Mitarbeiter. Zur Erinnerung: An dem Standort in Schopfheim arbeiten rund 300 Menschen.

Die Produkte, die bisher in Schopfheim gefertigt worden waren, werden künftig an anderen Würth-Elektronik-Standorten produziert. In Niedernhall und Rot am See wolle man sich auf Branchen und Anwendungen fokussieren, deren komplexere und individuelle Leiterplatten aus strategischen Gründen in Europa gefertigt werden müssen. (sb)

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