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Längere Stromausfälle lassen sich mit USVs überbrücken

Soll das Stromversorgungssystem besonders zuverlässig sein, kann auf unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) zurückgegriffen werden. Sie speichern zusätzliche Energie in einem oder mehreren Akku-Packs und überbrücken Zeiträume von Minuten bis zu Stunden. Ein Szenario, das in sicherheitsrelevanten Anlagen oder auch zur Vermeidung von Produktionsausfällen aufgrund von Datenverlust berücksichtigt werden muss. Die USV-Kontrolleinheit 787-870 kann Akkus von 3,2, 7 oder 12 Ah laden sowie den Status überwachen und über ein Display darstellen. Der Ladezustand lässt sich auch über einen potenzialfreien Kontakt oder über eine serielle Schnittstelle von einer Steuerung abfragen.
Mit redundantem Aufbau geht man auf Nummer Sicher

Die Verfügbarkeit einer Maschine oder Anlage wird noch weiter erhöht, wenn die Stromversorgung redundant aufgebaut ist. Dabei werden Netzgeräte mit gleicher Ausgangsspannung und Konstantstromkennlinie über ein Redundanzmodul parallel geschaltet. Das Redundanzmodul 787-885 enthält zwei Leistungsdioden, die dafür sorgen, dass keine Rückspeisung von dem einen Netzgerät zum anderen erfolgt. Zusätzlich werden beide Strompfade überwacht, fällt eine Stromversorgung aus, setzt ein potenzialfreier Kontakt ein Alarmsignal ab. Damit kann auf einen eigenen Meldekontakt im Netzgerät verzichtet werden.
Selektive Absicherung erfordert kurzzeitig einen hohen Kurzschlussstrom
Damit bei einer selektiven Absicherung ein klassischer Leitungsschutzschalter anspricht, muss kurzzeitig ein sehr viel höherer Kurzschlussstrom fließen, als das Netzgerät mit den Nenndaten erzeugen kann. Für diesen Fall stellen die dreiphasigen PRO-Netzgeräte 787-84x und 787-85x einen TopBoost für 50 ms zur Verfügung, in denen der Ausgangsstrom um zusätzliche 60 A angehoben wird. Dies reicht aus, um die magnetische Schnellauslösung des Leitungsschutzschalters zu aktivieren.

Geräte ohne TopBoost können eine selektive Absicherung über einen zusätzlichen elektronischen Schutzschalter erreichen. Das Stromversorgungssystem enthält hierfür das Modell 787-861. Dieser elektronische Schutzschalter kann vier Leitungskreise mit bis zu 8 A absichern. Die Parametrierung erfolgt in 1-A-Schritten über das Display oder alternativ über eine serielle Schnittstelle. Damit die kurzzeitige Stromerhöhung keine Gefahr birgt, ist eine integrierte Strombegrenzung beim 1,5-fachen Nennstrom berücksichtigt. Dies verhindert auch, dass sich der Spannungseinbruch fortpflanzt, sodass die anderen Lasten ungestört weiter laufen können.
Line-Monitor überwacht verschiedene Messgrößen permanent

Es wird immer wichtiger, verschiedene Messgrößen sowie die Verfügbarkeit im laufenden Betrieb zu dokumentieren. Aus diesem Grunde sind die dreiphasigen PRO-Netzgeräte 787-85x mit dem Line-Monitor ausgestattet, der Spannungen, Ströme, Frequenz, Phase, Drehfeld und die Betriebsdauer überwacht. Die Werte werden über ein Display oder über eine serielle Schnittstelle auf einen PC oder eine SPS ausgegeben. Umgekehrt ist so auch die Parametrierung, z.B. von Grenzwerten oder dem Ausgangsverhalten, möglich. Der LineMonitor als Option bei den PRO-Netzgeräten bietet somit einen zusätzlichen Nutzen für den Anwender und macht separate Spannungsmesser, Eingangsspannungs- und Drehfeld-Überwachung, Betriebsstundenzähler, Amperemeter sowie sonstige Signalisierungssysteme unnötig.
*Stefan Wagner ist Produktmanager Automation bei der Wago Kontakttechnik in Minden
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