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Netzgeräte mit Leistungsreserve
Da Überlast und Kurzschluss in der Praxis nicht ausgeschlossen werden können, sind Netzgeräte in der Regel kurzschlussfest ausgelegt. Dies kann über das Abschalten des Ausgangs und zyklisches Wiedereinschalten erreicht werden (Hickup-Betrieb) oder mit dem Aufrechterhalten des Ausgangsstromes auf das etwa 1,1-Fache des Nennstroms bei gleichzeitigem Absenken der Ausgangsspannung, um die Leistung zu reduzieren (Konstantstrom-Betrieb). Letztere Methode ist von Vorteil, wenn der Einschaltstrom höher als der Nennstrom des Netzgerätes ist. Bei kapazitiven Lasten und Motoren sind die Einschaltströme jedoch häufig so groß, dass die Nennleistung im Einschaltmoment nicht ausreicht. Die dreiphasigen PRO-Netzgeräte der Serien 787-84x und -85x liefern daher für 4 s einen um bis zu 200% höheren Strom. Aufgrund dieser Leistungsreserve brauchen Wago-Netzgeräte nicht größer als nötig dimensioniert werden, was die Betriebskosten senkt.
Puffermodule puffern Spannungseinbrüche von mehreren Sekunden
Steuerungen sind empfindlich, was kurzzeitige Spannungseinbrüche in der Versorgungsspannung angeht. Auch wenn die Netzgeräte Spannungseinbrüche von 20 ms und mehr durch die zwischengespeicherte Energie in den Eingangskondensatoren überbrücken, können zusätzliche Energiespeicher notwendig werden. Die kapazitiven Puffermodule 787-880 und -881 (10 und 20 A) überbrücken je nach Laststrom Spannungseinbrüche von mehreren Sekunden. Zur Überwachung kann der Ladezustand über einen potenzialfreien Kontakt abgefragt werden.
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