USV-Systeme im Data Center So schützen Sie Ihr Rechenzentrum vor physikalischen Bedrohungen

Autor / Redakteur: Michael Chrustowicz * / Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Feuer, Wasser oder Sabotage sind echte Gefahren für IT-Geräte wie etwa Server und Switches im Rechenzentrum. Entsprechende Überwachungs- und Warnfunktionen sind heute z.B. in USV-Systemen (Unabhängige Stromversorgung) für Data Center zwar Standard – reichen aber meist nicht aus. Wir verraten Ihnen, wie sich diese Risiken mit geeigneten Lösungen minimieren lassen.

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Moderne Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing stellen neue Anforderungen an die Überwachung von Rechenzentren und Serverräumen sowie der unterstützenden Infrastruktur. Stromversorgungs- und Kühlprobleme sowie menschliches Versagen oder Sabotage gefährden die Verfügbarkeit der IT-Geräte dabei genauso wie Viren oder Hacker. Meist wird diesen Risiken jedoch weniger Aufmerksamkeit geschenkt, weil das Risikopotenzial zu niedrig eingeschätzt wird.

Ein Experte sollte die Risiken prüfen

Ausgefeilte Überwachungs- und Warnfunktionen in physikalischen Systemen wie USV- und Klimaanlagen sowie Feuerlöschsysteme sind inzwischen zwar die Regel, aber Aspekte wie Server-Eingangstemperaturen, Wasserlecks sowie der Zutritt nicht autorisierter Personen oder ein Fehlverhalten der Mitarbeiter im Rechenzentrum, werden kaum system-gestützt überwacht. APC rät besonders im USV- und Klimabereich dazu, die aktuellen physikalischen Risken von einem Experten wie APC und deren Partnern prüfen zu lassen, damit Rechenzentren und Serverräume effizient und systematisch überwacht werden können.

Wichtige Sensoren für Rechenzentren und Serverräume

Das Monitoring der Stromversorgung, Kühlung und Brandrisiken wird meist routinemäßig von den Stromversorgungs, Kühl- und Feuerlöschsystemen übernommen. USV-Geräte von APC beispielsweise kontrollieren die Stromqualität, die Belastung und den Akku-Ladezustand, PDUs (Power Distribution Units) überwachen die Stromkreisbelastung und Sensoren in den Kühleinheiten messen die Eingangs- und Ausgangstemperaturen sowie den Filterstatus.

Die baurechtlich vorgeschriebenen Feuerlöschsysteme hingegen kontrollieren die Rauch- und Wärmeentwicklung. Zu den physikalischen Bedrohungen gehören aber auch Gefahren, die sich nicht mithilfe von werksseitig integrierten Funktionen anzeigen lassen. Dazu gehört beispielsweise die Luftqualität – also Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Fremdstoffbelastung.

Verschiedene Sensoren als Frühwarnsysteme

Es gibt verschiedene Sensoren, die zumeist auch als Frühwarnsysteme genutzt werden können. Für die meisten Rechenzentren empfiehlt APC den Einsatz von Sensoren zur Messung der Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie zur Leckerkennung. Zur Überwachung der Umgebung und zum Schutz gegen menschliches Versagen und Fehlverhalten sind digitale Videokameras wie NetBotz von APC oder PELCO aus dem Hause Schneider Electric, Bewegungssensoren, Rack- und Raum-Schließschalter sinnvoll. Zudem können je nach Bedarf Glasbruch-, Vibrations-, Rauch-, Chemie-, Wasserstoff- oder Staubsensoren integriert werden.

Automatisierte Überwachung von Umgebungsbedingungen

Eine automatisierte Überwachung eignet sich für Fälle, in denen es nicht möglich oder nicht zuverlässig genug ist, Umgebungsbedingungen von Personen vor Ort prüfen zu lassen, oder für entfernte Netzwerkstandorte. So verfügen IT-Administrationen auch in unbesetzten Außenstellen über zuverlässige Systeme, mit denen sie alle Vorkommnisse überwachen und die IT-Infrastruktur vor Unterbrechungen und Ausfällen bewahren können.

Bewertung und Analyse der gesammelten Daten

Nachdem die Sensoren ausgewählt und positioniert sind, geht es in einem nächsten Schritt um die Bewertung und Analyse der von den Sensoren gesammelten Daten. Die Interpretation dieser Werte ist für die Ausgabe von Warnungen und Benachrichtigungen und eventuelle Korrekturmaßnahmen unerlässlich. Ziel ist eine „intelligente“ Verarbeitung dieser Datenmenge. Dafür müssen die Informationen gefiltert, in Verhältnis zueinander gesetzt und ausgewertet werden, um so die beste Vorgehensweise bei außergewöhnlichen Ereignissen bestimmen zu können.

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