SCHOTT Schmelzwanne für TFT-LCD-Glas in Betrieb genommen
Mit einer neuen Schmelzwanne für LCD-Glassubstrate schafft die Schott AG die Voraussetzungen, große Displayhersteller mit Dünngläsern der neusten Generation beliefern zu können. Mit
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Mit einer neuen Schmelzwanne für LCD-Glassubstrate schafft die Schott AG die Voraussetzungen, große Displayhersteller mit Dünngläsern der neusten Generation beliefern zu können. Mit der neuen Produktion gehen hohe Investitionen und neue Arbeitsplätze am Standort Jena einher.
Der Mainzer Technologiekonzern Schott nahm Ende November am Standort Jena seine neue Schmelzwanne für große TFT-LCD Glassubstrate in Betrieb. 60 Millionen Euro hat das Unternehmen in seine zweite Schmelzwanne für Displayglas für Flachbildschirme investiert und dabei rund 100 Arbeitsplätze geschaffen. Damit steigen die Investitionen des Konzerns in Jena in das Displayglas-Geschäft auf insgesamt 110 Millionen Euro und 170 Arbeitsplätze seit 2003.
„Wir bauen mit dieser Wanne unser Asiengeschäft weiter aus und stärken gleichzeitig den Standort Jena mit einer hochtechnologischen Fertigung der Spitzenklasse,“ sagt der Vorsitzende des Vorstandes der Schott AG, Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer.
Die neue Wanne ist Teil einer 150 Millionen Euro Investition in den Ausbau der Fertigung von Glassubstraten für TFT-LCD Flachbildschirme. Für die Weiterverarbeitung großformatiger TFT-LCD Glassubstrate hat SCHOTT im November 2005 ein Joint Venture mit dem japanischen Technologieunternehmen Kuramoto Seisakusho Co. Ltd. in Südkorea gegründet. 90 Millionen Euro investieren die Mainzer in das neue Gemeinschaftsunternehmen Schott Kuramoto Processing Korea Co. Ltd., das Ende Februar 2007 in Betrieb genommen wird. Damit wird Schott die Nachverarbeitung von Glassubstraten der Generation 5 und 7 in Serie anbieten können.
Kostensenkung durch effiziente Produktion
Die bearbeiteten Glassubstrate liefert das Unternehmen an Hersteller von Flachbildschirmen für Computermonitore, Notebooks und Fernseher in Asien. Besonders der Absatzboom bei TFT-LCD Fernsehgeräten treibt die Nachfrage nach großformatigen Gläsern der Generation 7 und höher voran. Diese erlauben es den Herstellern, mehrere TFT-LCD Panels in einem einzigen Produktionsschritt zu fertigen und dadurch die Produktionskosten zu senken.
Der Weltmarkt für flache TFT-LCD Fernseher hat sich im Jahr 2006 auf mehr als 40 Millionen Fernseher zum zweiten Mal hintereinander verdoppelt. Prognosen gehen von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für Glassubstrate in diesem Segment von 20 bis 30 Prozent bis 2010 aus.
Mit der neuen Wanne kann Schott die Schmelzkapazität für großformatige Dünngläser mehr als verdoppeln. Das Displayglas wird in Jena geschmolzen und per Float-Verfahren auf die Abmessungen für die Generation 7 von 1,87 m X 2,2 m gebracht – bei einer Dicke von nur 0,7 mm und höchsten Qualitätsansprüchen.
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