Öffentliches Erwerbsangebot Schaeffler will mit Vitesco zum E-Mobility-Giganten werden

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Autozulieferer Schaeffler will das Unternehmen Vitesco Technologies komplett übernehmen und hat deswegen im Oktober 2023 ein öffentliches Erwerbsangebot für ausstehende Aktien unterbreitet.

Die Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach.(Bild:   / CC0)
Die Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach.
(Bild: / CC0)

Die Schaeffler-Gruppe ist ein weltweit agierendes deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Herzogenaurach, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Wälzlagern, Lineartechnik, Automotive-Komponenten und Präzisionsprodukten spezialisiert hat. Durch die komplette Übernahme des Regensburger Unternehmens Vitesco Technologies würde, so die Einschätzung von Wirtschaftsredakteuren, ein wahres Schwergewicht der Autozulieferbranche entstehen. Am 9. Oktober 2023 stellte die Schaeffler AG an die Aktionäre der Vitesco Technologies Group AG ein freiwilliges, öffentliches Erwerbsangebot, das sich durchaus sehen lassen kann.

Die Familie Schaeffler hält bereits fast 50 Prozent der Vitesco-Aktion, und den weiteren Vitesco-Aktionären bietet die Familie an, ausstehende Anteile zu übernehmen, und zwar für 91 Euro je Aktie, was einem Bonus von etwas mehr als 20 Prozent entspricht. Von Seiten Vitescos heißt es aktuell per Pressemitteilung vom 9. Oktober 2023, dass „der Vorstand und der Aufsichtsrat von Vitesco Technologies […] alle Informationen sorgfältig prüfen und über die nächsten Schritte entscheiden“ werden.

Große E-Mobility-Synergien

Durch den Zusammenschluss entstünde eine führende Motion Technology Company mit vier fokussierten Sparten, erklärt Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG. Diese vier Sparten würden sich durch ein ausgewogenes, gut diversifiziertes Portfolio sowie eine relevante Größe auszeichnen. „Dazu gehört ein erstklassiger E-Mobilitäts-Anbieter mit erheblichem Wachstumspotential. Schaeffler und Vitesco sind zusammen stärker. Das bringt deutliche Vorteile für Kunden, Beschäftigte, Aktionäre und Geschäftspartner“, so Rosenfeld.

Diese Sparten wären E-Mobility mit einem pro-forma Auftragsbestand von 40 Milliarden Euro und einem hohen Wachstumspotenzial, Powertrain & Chassis für eine führende Position bei konventionellen Antrieben und Fahrwerksystemen, Vehicle Lifetime Solutions für die Automotive-Aftermarket-Aktivitäten von Vitesco und Schaeffler, sowie Bearings & Industrial Solutions.

Von dem Synergiepotenzial beider Unternehmen versprechen sich die Verantwortlichen von Schaeffler einen Pro-forma-Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro. Dazu würde das kombinierte Unternehmen 120.000 Mitarbeitende in über 44 Forschungs- und Entwicklungszentren sowie mehr als 100 Produktionswerken beschäftigen. Die Aktionäre von Vitesco haben voraussichtlich bis Mitte Dezember 2023 Zeit, sich für oder gegen die Annahme des Angebots zu entscheiden. Die Schaeffler-Gruppe rechnet mit dem Abschluss der Gesamttransaktion im 4. Quartal 2024, vorausgesetzt, dass die Aktionäre zustimmen. (sb)

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