Tests und Fehlersuche MXO-Oszilloskope bieten ASIC-basierten Zone Trigger

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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In seine Oszilloskop-Serie MXO verbaut Rohde & Schwarz ASIC-basierte Zone Trigger. Sie bieten eine Trigger-Aktualisierungsrate von 600.000 Messkurven pro Sekunde. Damit sollen sich Ereignisse präzise isolieren lassen.

Der ASIC-basierte Zone Trigger triggert auf eine bestimmte HF-Chirp-Länge im Zeitbereich und bei Überschreiten eines bestimmten Leistungspegels durch den Chirp im Frequenzbereich.(Bild:  Rohde & Schwarz)
Der ASIC-basierte Zone Trigger triggert auf eine bestimmte HF-Chirp-Länge im Zeitbereich und bei Überschreiten eines bestimmten Leistungspegels durch den Chirp im Frequenzbereich.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Rohde & Schwarz hat den nach eigenen Angaben branchenweit ersten ASIC-basierten Zone Trigger entwickelt. Implementiert ist dieser in den Oszilloskopen der Serie MXO. Mit der neuen Trigger-Funktionalität lassen sich Ereignisse präzise isolieren, die mit herkömmlichen Oszilloskop-Triggern nur schwer oder überhaupt nicht zu erfassen sind.

Die Vorteile eines Zone Triggers

Herkömmliche Oszilloskop-Triggerarten – wie der Flankentrigger – sind häufig schwer zu konfigurieren und/oder ungeeignet für die Visualisierung bestimmter Triggerereignisse. Beim Zone Trigger hingegen können die Triggerbedingungen einfach festgelegt werden, indem ein oder mehrere Zonenbereiche auf dem Display des Geräts gezeichnet werden. Das Oszilloskop überprüft dann jede Erfassung auf diese Bedingungen und zeigt die Erfassungen bei Eintreten der grafisch definierten Bedingungen auf dem Display an.

Erfüllt ein Ereignis die grafischen Bedingungen nicht, wird die Messkurve verworfen und nicht angezeigt. Ein Zone Trigger kann sehr effektiv sein, wenn auf nicht-monotone Flanken, serielle Busmuster, mathematisch erzeugte Messkurven, kanalübergreifende Ereignisse und Ereignisse im Frequenzbereich getriggert werden muss. Herkömmliche Oszilloskop-Trigger sind für diese Anwendungsfälle schlichtweg ungeeignet. Der Zone Trigger von Rohde & Schwarz lässt sich als ASIC-basierte Lösung gleichermaßen für Signale analoger Kanäle, mathematisch erzeugte Messkurven und Ereignisse im Frequenzbereich einsetzen.

Der Benutzer zeichnet einen oder mehrere rechteckige Bereiche (Zonen) direkt auf dem Oszilloskop-Display. Diese Zonen repräsentieren die Bedingungen, unter denen das Oszilloskop getriggert werden soll. Das Oszilloskop überprüft kontinuierlich jede Erfassung (Jede Wellenform, die aufgezeichnet wird) daraufhin, ob sie die definierten Zonen durchläuft oder bestimmte Bedingungen innerhalb dieser Zonen erfüllt. Dabei liegt die Trigger-Aktualisierungsrate bei 600.000 Messkurven pro Sekunde und die Blindzeit bei weniger als 1,45 µs zwischen den Trigger-Ereignissen. Nur eine erfüllte Bedingung wird auf dem Display angezeigt.

Messkurven in Echtzeit speichern

Ebenfalls neu ist der Free-Run-Modus der Serie MXO. Hier erfasst das Gerät so schnell wie möglich Messkurven, ohne nach einem Flankentrigger-Ereignis zu suchen. Die Kombination mit dem Zone Trigger kann für Leistungsintegritätsmessungen und die EMI-Fehlersuche effektiv sein. Der Zone Trigger bietet außerdem die Möglichkeit, in Echtzeit ausschließlich Messkurven zu speichern, die den Triggerkriterien entsprechen. Diese Funktionalität ermöglicht es dem Benutzer, sich ausschließlich auf solche Ereignisse zu konzentrieren, die für die vorliegende Anwendung relevant sind.

Angeboten wird der ASIC-basierte Zone Trigger als Standardfunktion für alle Oszilloskope der Serien MXO 4, MXO 5 und MXO 5C ab Firmware-Version 2.2. Die Firmware steht im Internet als kostenloser Download zur Verfügung. Bestehende MXO Geräte können kostenlos aktualisiert werden. (heh)

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