Lernende Roboter Robohand verbessert selbsttätig ihre Fingerfertigkeit
Feine Aufgaben, die besondere Geschicklichkeit erfordern – wie Gegenstände zu rollen, zu balancieren oder Reibungswiderstand zu erfühlen – stellen die Robotik noch vor große Aufgaben. Forscher der University of Washington haben nun eine Roboterhand vorgestellt, die nicht nur auf Feinmotirik ausgelegt ist, sondern diese auch selbsttätig verbessert.
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Die Feinmotorik von Roboterarmen wird zunehmend besser. Moderne Roboter sind in der Lage, bestimmte Geschicklichkeitsaufgaben wie etwa das Lösen eines Rubik-Würfels oder das Backen eines Pfannkuchens durchzuführen. Allerdings sind diese benannten Beispiele noch darauf angewiesen, extra von einem Menschen für diese Aufgaben programmiert zu werden.
Ein Forschungsteam aus Ingenieuren und Computerwissenschaftlern der University of Washington in Seattle hat nun eine fünfgliedrige Roboterhand vorgestellt, die nicht nur Aufgaben, die hohe Geschicklichkeit erfordern, durchführen kann, sondern selbsttätig aus ihren Erfahrungen lernt und dadurch ihre Fingerfertigkeit verbessert.
„Eine der schwierigsten Aufgaben, die Robotiker zu lösen haben, ist 'Hand Manipulation',“ sagt Vikash Kumar, Doktrand der Computer- und Ingenieurwissenschaften und einer der Entwickler der Roboterhand. „Viele moderne Roboter haben recht fähige Arme, doch bei ihren Händen handelt es sich meist nur um Saugnäpfe, Krallen oder Greifer.“
Das Forschungsteam der Universität hat daher in mehrjähriger Arbeit nun eine der fähigsten Roboterhände der Welt entwickelt, die wie eine menschliche Hand fünf Finger besitzt. Für diese entwickelten die Wissenschaftler ein akkurates Simulationsmodell, mit dem ein Computer Bewegungen in Echtzeit analysieren kann. Wird dieses Modell auf die Hardware angewendet, kann diese ihre Aufgaben, wie etwa die Manipulation und das Drehen eines länglichen Objekts mit beweglichem Schwerpunkt, auswerten und Schlussfolgerungen daraus treffen.
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