Große Messtechnik-Umfrage Rigol-Geräte finden sich im Labor wieder

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Für Rigol scheint das Jahr 2015 wirtschaftlich gesehen erfolgreich zu werden. Stark ist der chinesische Messgeräte-Anbieter vor allem im Labor. Das liegt nicht nur am Preis. Auch die Leistung ist nicht zu unterschätzen.

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Wolfgang Bartels blickt zuversichtlich in das noch junge Jahr 2015. Die preiswerten Geräte von Rigol finden sich vor allem im Labor wieder.
Wolfgang Bartels blickt zuversichtlich in das noch junge Jahr 2015. Die preiswerten Geräte von Rigol finden sich vor allem im Labor wieder.
(Rigol)

Rigol ist ein noch recht junger Player auf dem Messtechnik-Markt. Seit 2011 betreibt das chinesische Unternehmen eine europäische Niederlassung in Puchheim bei München. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer Wolfang Bartels über die letzte electronica und seinen Ausblick für 2015.

Welche aktuellen Produkte haben Sie auf der electronica vorgestellt?

Auf der electronica 2014 in München stellte Rigol einige Produktneuheiten erstmals aus. Dazu zählten die Mixed-Signal-Oszilloskope der Serie MSO4000 mit Bandbreiten von 100 bis 500 MHz als 2- und 4-Kanal-Geräte, MSO2000A mit einer Bandbreite von 70 bis 300 MHz als ein 2-Kanal-Gerät und MSO1000Z mit 70 bis 100 MHz als ein 4-Kanal-Gerät mit allen entsprechenden Optionen, wobei gerade bei der Serie DS/MSO1000Z und DS/MSO2000A ein 2 Kanal Arbiträrer Funktionsgenerator in der –S Version vorgestellt wurde.

Zudem stellten wir High-End-Spektrumanalysatoren der Serie DSA832 und DSA875 vor, die einen Frequenbereich von 3,2 und 7,5 GHz abdecken. Beide Versionen bieten wir mit einem Tracking-Generator (Mitlaufgenerator) an. Optional stehen hier das EMI-Filter&Quasi-Peak-Paket zur Verfügung sowie diverses Zubehör von Adaptern, Amplifiern und Connectoren.

Den Schwerpunkt bildeten die Software Pakete, die optimiert in Richtung Applikationen Lösungen entwickelt wurden. Dazu gehört eine UltraPower-Analyser-Software für den PC. Zusammen mit den Oszilloskopen DS40000, DS2000A und DS1000Z und entsprechenden Tastköpfe als „Stromzange und Spannungstastkopf“ lassen sich entsprechende Leistungsmessungen durchführen und nach Vorgaben auswerten sowie diese am PC darzustellen.

Außerdem die EMI-Test-System-Software, mit der sich die Spektrumanalysatoren von Rigol fernsteuern lassen sowie auch durch Ergänzung von Nahfeldsonden und Netznachbildungen (LISN) einen PreCompliance-Test komplett an die CISPR-Norm angelehnt durchführen.

Weitere Software Tools wie UltraScope (PC-Steuerung der Geräte) und Ultra Station (PC-Steuerung und Datenaustausch) mit den arbiträren Funktionsgenaratoren der Rigol DG1000, DG4000 und DG5000 Serie.

Wie sehen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Bezug auf die Elektronik-Branche?

Die wirtschaftliche Situation in der Elektronik-Branche ist nach wie vor als gut anzusehen. Dieses zeigten auch die Besuchergespräche auf der electronica. Viele Besucher hatten exakte Vorstellungen sowie genaue Budgetvorgaben für Anschaffungen. Im gesamten Umfeld der Elektroindustrie wird ein leichtes Wachstum prognostiziert, wobei sich dieser Trend in der T&M-Branche bekanntlich immer etwas später bemerkbar macht.

Die Produkte von Rigol Technologies sind nach wie vor mehr im Labor, also in R&D zu finden, da wir in der Messtechnik Tools zur Verfügung stellen, die bei einem notwendigem Bedarf nicht unbedingt erneuert oder ergänzt werden müssen. Anders als bei Baugruppen bzw. Bauteilen und anderen Komponenten, die direkt in die Elektronik-Produkte und damit in die Produktion der Kunden einfließen bzw. verbaut werden. Im Umfeld der Ausbildung/Universitäten, sowie in der Forschung und Entwicklung besteht immer ein Bedarf an neuester Messtechnik. Rigol sieht hier nach wie vor seinen Schwerpunkt, wobei auch die Industrie-Kunden gewonnen immer mehr Interesse an unseren Produkten zeigen und wir die Produkte für diese Zielgruppe optimieren werden.

Was erwarten Sie vom Jahr 2015 und was planen Sie für Produkte?

Auch für 2015 sehen wir einen wachsenden Auftragseingang in der T&M-Branche, da immer neue Techniken und immer komplexere Geräte die Bedienung und die Messergebnisse verbessern bzw. beschleunigen sowie archivieren und dokumentieren müssen.

Rigol wird eine Reihe neuer Produkte sowohl im klassischen Umfeld des T&M wie Oszilloskope oder Generatoren als auch bei der Hochfrequenz-Messtechnik bzw. bei den Komplettlösungen einführen. Hierbei ist eindeutig die Zielsetzung, sich im mittleren Marktsegment noch besser zu etablieren, mit einem entsprechend guten und für Rigol typischen Preis/Leistungs-Verhältnis, also bezahlbar.

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