Smart Clothes RFID-Chips zum Einfädeln

Von Sebastian Gerstl

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Forscher der Nottingham Trent University in England haben eine Methode entwickelt die es erlaubt, Kleidung mit Datenchips auszustatten, die mit bloßem Auge nicht gesehen werden können.

Ein Faden mit integriertem RFID-Chip: Durch leicht integrierbare Elektronik ist es dem Team der bitischen Nottingham Trent University auf einfache Weise möglich, Kleidung mit Datenchips auszustatten.(Bild:  Nottingham Trent University)
Ein Faden mit integriertem RFID-Chip: Durch leicht integrierbare Elektronik ist es dem Team der bitischen Nottingham Trent University auf einfache Weise möglich, Kleidung mit Datenchips auszustatten.
(Bild: Nottingham Trent University)

Smart Clothes, Kleidung die mit leicht integrierbarer Elektronik ausgestattet ist, ohne den Träger zu stören, ist ein weiterer Trend auf dem gerade erblühenden Wearables-Markt. Einem Forschungsteam unter Professor Tilak Dilas von der Advanced Textiles Research Group of the School of Art & Design haben eine Technik erfunden, mit denen sie RFID-Chips (Radio-Frequency Identification) direkt in Garn einbetten können. Dieses lässt sich anschließend verweben oder spinnen, um daraus Stoffe für Kleidung herzustellen. Wie Professor Silas sagt, können die Chips in situ mit bloßem Auge nicht erkannt werden.

Größenvergleich des RFID-Chips mit einer Ein-Pfund-Münze.(Bild:  Nottingham Trent University)
Größenvergleich des RFID-Chips mit einer Ein-Pfund-Münze.
(Bild: Nottingham Trent University)

"Das ist eine spannende technologische Entwicklung die von gewaltigem Nutzen für den Einzelhandel und andere Bereiche sein wird," sagt Silas zu seiner patentierten Erfindung. "Ist etwa ein RFID-Chip direkt in ein Hemd integriert, schafft dies eine komplett neue Ebene an Sicherheit vor Diebstahl oder Fälschungen. Da nicht gesehen werden kann wo sich der Chip an einem Kleidungsstück befindet, können angehende Diebe diesen auch nicht herausschneiden um es zu stehlen". Das Team sieht ebenso Vorteile für gemeinnützige Organisationen, die mit diesen Chips gespendete Kleidung schneller sortieren und in die Länder, die sie benötigen, schicken könnten.

Die Chips sind in kleinen Harzkapseln innerhalb des Garns versiegelt. Dadurch kann das Material, dass die RFID-Chips enthält, auch problemlos maschinengewaschen und -getrocknet werden, ohne dass die Elektronik Schaden nimmt. Kurze, dünne Kupferadern an den Seiten der Bauteile sind ebenfalls in den Garnfasern integriert und dienen als Antenne. Die Chips selbst sind etwa 1mm x 0,5mm groß und kosten nach Angabe der Forscher nur wenige britische Pence, wenn sie in größeren Mengen produziert werden. Die in den RFID-Einheiten enthaltenen Informationen können via Barcode übermittelt werden.

Professor Silas sieht auch in Zuklunft viele weitere Einsatzbereiche für diese Erfindung. So könnte seiner Vorstellung nach die mit RFID ausgestattete Kleidung mit intelligenten Waschmaschinen kommunizieren. Dass ein weißes Lieblingshemd dann versehentlich mit Buntwäsche gekocht und verfärbt wurde oder Kleidung die einläuft weil sie zu heiß gewaschen wurde würden dann der Vergangenheit angehören.

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