Takterzeugung Renesas sucht Käufer für Timing-Sparte

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Renesas möchte sich offenbar von seinem Geschäft für Oszillatoren, programmierbare Systemzeituhren und sonstige Takterzeuger trennen. Dabei werde ein Verkaufspreis von 2 Mrd. US-Dollar angestrebt. Zu den Interessenten sollen unter anderem Infineon und Texas Instruments zählen.

Ultra-Low-Jitter-Takterzeuger der FemtoClock-3-Reihe, die im April 2024 auf dem Markt kam. Medienberichten zufolge möchte sich Renesas derzeit von seiner Timing-Sparte trennen. Ein Großteil dieses Produktportolios stammt aus der Übernahme von IDT aus dem Jahr 2018.(Bild:  Renesas)
Ultra-Low-Jitter-Takterzeuger der FemtoClock-3-Reihe, die im April 2024 auf dem Markt kam. Medienberichten zufolge möchte sich Renesas derzeit von seiner Timing-Sparte trennen. Ein Großteil dieses Produktportolios stammt aus der Übernahme von IDT aus dem Jahr 2018.
(Bild: Renesas)

Der japanische Chiphersteller Renesas Electronics erwägt den Verkauf seiner Timing-Sparte. Laut übereinstimmenden Medienberichten könnte der Geschäftsbereich mit etwa 2 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Die Transaktion befindet sich derzeit in einem frühen Stadium. Renesas arbeite dabei mit JPMorgan zusammen, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters meldet.

Die Timing-Sparte umfasst Produkte wie Oszillatoren, Taktgeneratoren, Clock-Synthesizer, Puffer, Jitter-Attenuatoren und Synchronisations-ICs. Diese Komponenten spielen eine zentrale Rolle in der Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation, insbesondere in Rechenzentren, Telekommunikationsinfrastruktur und 5G-Netzen. Die Produktlinien – darunter VersaClock, FemtoClock und ClockMatrix – stammen größtenteils aus der Übernahme von Integrated Device Technology (IDT) im Jahr 2018.

Zu den potenziellen Interessenten zählen neben Texas Instruments und Infineon auch Unternehmen wie Microchip, SiTime, STMicroelectronics, Diodes, onsemi sowie spezialisierte Anbieter wie Seiko Epson, Nihon Dempa Kogyo, Rakon und Abracon.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund gestiegener Nachfrage nach Komponenten für Rechenzentren und KI-Anwendungen. Für Renesas wäre die Veräußerung eine Möglichkeit, Kapital freizusetzen und sich stärker auf strategische Kernbereiche wie Automotive- und Industrie-Halbleiter zu konzentrieren, vermuten Marktbeobachter.

Aktuell setzen branchenweit viele Halbleiterhersteller auf Umstrukturierungen, Bereinigung ihres Produktportfolios und Fokussierung auf Wachstums- und Trendbereiche. Es ist anzunehmen, dass die geplante Abspaltung der Timing-Sparte in einem entsprechenden Kontext zu sehen ist.(sg)

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