Arbiträrgenerator in der Kommunikationsmesstechnik Reine und jitterfreie Signale mit dem Arbiträrgenerator
Werden mobile Kommunikationssysteme entwickelt, müssen die entsprechenden Messsysteme reine Signale liefern, die sich auch verzerren und verändern lassen. Wir stellen mit dem 33500B von Agilent eine solche Messlösung vor.
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Aktuelle Übertragungsstrategien wie MIMO sind messtechnisch sehr anspruchsvoll. Denn bereits bei den Entwürfen zu einem Kommunikationssystem und bei der Definition der einzelnen Komponenten müssen entsprechende messtechnische Konzepte und Kriterien entwickelt werden, auf die das Übertragungssystem kontrolliert werden kann. Damit kommt dem Stimulus eine besondere Bedeutung zu. Dieser muss nicht nur die Codierungen beherrschen, sondern auch die Modulationen, nach denen heutige Kommunikationssysteme aufgebaut sind – und das ganze mit Ausgangssignalen, die besonders rein sind und keinen Jitter aufweisen.
Testequipment für mobile Übertragungssysteme sind meist spezifisch designte Geräte, um damit die Modulationsart und die Signalbandbreiten abzudecken. Zur Signalanalyse eines Übertragungssystems wird von den Designern oft ein Vektor-Signal-Analysator bevorzugt, da hiermit das Spektrum, die Phasenlage als auch die Amplitude der Signale bestimmt werden können. Als Stimulus für das System kommt meist ein Vektor-Signal-Generator oder kurz VSG zum Einsatz. Das Gerät ist in der Lage, mehrere, zeitabhängige Trägersignale mit unterschiedlicher Amplitude und Phasenlage zu generieren. Sehr viele Messungen müssen im Zwischenfrequenzbereich oder im Niederfrequenzbereich gemacht werden. Hier kommt typischerweise ein Arbiträrgenerator zum Einsatz, der oft auch in VSGs integriert ist. Meist wurden diese AWGs eingesetzt, um die Eingangssignale für die IQ-Modulation zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der genannten Rahmenbedingungen an die Übertragungssysteme werden an die HF-Signalgeneratoren ebenfalls hohe Anforderungen gestellt. Das sind beispielsweise die spektrale Reinheit, ein weiter Frequenzbereich, die Modulationsbandbreite und Amplitudenpegel, Jitter und die Vielfalt an Modulationsarten. Nicht zuletzt spielt das Preis/Leistungsverhältnis eine nicht unwesentliche Rolle.
Trueform-AWG als Stimulus für das DUT

Bereits aus dem Schaubild ist zu erkennen, dass der Trueform-AWG als Stimulus für das DUT (Device Under Test) oder dem HF-Signalgenerator von zentraler Bedeutung ist. Ein Arbiträrgenerator mit zwei Kanälen ist in der Lage zwei gleiche, um 90° phasenverschobene, Signale zu generieren. Diese Signale stehen dann entweder dem HF-Signalgenerator zur Verfügung, um die IQ-Modulation vorzunehmen oder sie werden direkt als IQ-moduliertes Signal auf das DUT gegeben. Wie die jeweilige Beschaltung aussieht hängt davon ab, welches Frequenzband das Eingangssignal haben muss. Genügt ein Frequenzbereich bis 30 MHz, so kann dieses direkt aus dem Arbiträr-Generator genommen werden. Für höhere Frequenzbereiche ist der HF-Signalgenerator notwendig. Wesentlich ist, dass jede Differenz der beiden Signale zueinander, sei es die Amplitude, Frequenzverhalten und Verzögerung zu nicht tolerierbaren Verzerrungen des Modulationssignals führt, woraus dann weiter Quadraturfehler, Ungleichgewicht und Unsymmetrie folgt.
Architektur des AWG eliminiert den Jitter im Signal
Jitter ist eine weitere, die Signale und die Qualität des Übertragungssystems negativ beeinflussende Größe. In dem obigen Beispiel beeinflusst Jitter nicht nur das I- und Q-Signal sondern auch die Stabilität des Trägers, was zu unerwünschten Verzerrungen und zu einer unakzeptablen spektralen Bandbreite führt. Daher wurde bei der Neuentwicklung des Arbiträrgenerators 33500B darauf geachtet, dass die oben stehenden Kriterien erfüllt werden und so der Generator auch zum Test heutiger Übertragungssystme, dessen Systemkomponenten und –Module, eingesetzt werden kann. Mit der Markt-Einführung des 33500B steht damit eine Geräteserie zu Verfügung, die eine, zu wesentlich teureren Signalgeneratoren, vergleichbare Spezifikation liefert.

Bei DDC entspricht der maximale Jitter Tm, wenn Tm und Ts minimal voneinander abweichen. Damit wird der Jitterverlauf zu einer Art Schwebung zwischen den Werten 0 und Tm. Bei der Serie 33500B Arbiträr-Signalgeneratoren liegt der Jitter bei 2 ps; andere, auf DDS-basierende, Geräte dieser Preisklasse liegen bei ca. 50 ps. Wie sich dieses jitterverbesserte Signal in einer IQ-Modulation auswirkt, zeigt ein Vergleich der beiden Konstellations-Diagramme und der beiden Spektren bei einer sehr einfachen QPSK. Bei der Trueform sind die vier Zustände des Trägers kreisrund und liegen um den gedachten Mittelpunkt der Messwolke.
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