Akquisition Qualcomm wartet US-Wahlen für Angebot zur Intel-Übernahme ab

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Bevor Qualcomm ein konkretes Angebot für Intel abgibt, will das Unternehmen die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen im November abwarten. Quellen berichten außerdem, dass Qualcomm erst nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten im Januar 2025 eine endgültige Entscheidung treffen könnte.

Intels Fabrik in Oregon, USA.(Bild:  Intel Corporation)
Intels Fabrik in Oregon, USA.
(Bild: Intel Corporation)

Die geopolitischen und regulatorischen Unsicherheiten spielen eine zentrale Rolle bei Qualcomms lauten Überlegungen, berichtet Bloomberg: Das Unternehmen hat informelle Anfragen bei chinesischen Regulierungsbehörden gestellt, um deren Haltung zu einem möglichen Deal zu sondieren. Bisher hat Qualcomm jedoch keine Rückmeldung erhalten, da die chinesischen Behörden abwarten wollen, ob Qualcomm tatsächlich ein formelles Angebot unterbreitet.

Intels aktuell schwierige Lage

Intel, ein Eckpfeiler der amerikanischen Halbleiterindustrie, kämpft derzeit mit erheblichen finanziellen Herausforderungen. Das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen Verlust von 1,6 Milliarden US-Dollar und plant, 15 Prozent seiner weltweiten Belegschaft abzubauen. Zudem pausiert Intel große Projekte und erwägt den Verkauf von Vermögenswerten, um dringend benötigte Mittel zu beschaffen. Trotz einer geplanten Förderung von über 8,5 Milliarden US-Dollar durch den CHIPS Act, die in Tranchen ausgezahlt wird, bleibt Intel auf der Suche nach frischem Kapital.

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Zögern würde Qualcomm helfen

Ein späteres Angebot nach den Wahlen könnte Qualcomm mehrere Vorteile bringen. Analysten erwarten, dass Intel bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das dritte Quartal erneut einen Nettoverlust von über einer Milliarde US-Dollar melden wird. Dies könnte den Aktienkurs von Intel weiter drücken und Qualcomm ermöglichen, Teile des Unternehmens zu einem günstigeren Preis zu erwerben.

Weitere Interessenten an der Intel-Übernahme

Qualcomm ist nicht der einzige Interessent. Apollo Global Management hat ein Eigenkapital-ähnliches Investment von 5 Milliarden US-Dollar angeboten, und es gibt Gerüchte, dass auch ARM Interesse an Intels Produktdivision gezeigt hat.

Ob Qualcomm überhaupt ein Angebot für Intel abgeben wird, bleibt abzuwarten. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, sowohl für Intels Bemühungen, seine finanzielle Lage zu stabilisieren, als auch für Qualcomms strategische Überlegungen. Die politische Unterstützung für einen solchen Deal wird ebenfalls eine wesentliche Rolle spielen, insbesondere angesichts der Bedeutung von Intel für die US-amerikanische Halbleiterindustrie. (mc)

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