Sparkurs bei Intel Verkauft Intel Teile des Chipdesign-Geschäfts an Qualcomm?

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Qualcomm zieht in Erwägung, Teile von Intels Chipdesign-Geschäft zu erwerben. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf interne Quellen.

Ein Intel Core i5 Prozessor älteren Baujahrs. Die Gerüchte, dass Intel über den Verkauf einzelner Geschäftssparten nachdenke, reißen nicht ab. Der größte Fabless-Chiphersteller der Welt, Qualcomm, soll Agenturmeldungen zufolge an der Chip-Designsparte für  Desktop-PC-Anwendungen interessiert sein.(Bild:  Bruno auf Pixabay)
Ein Intel Core i5 Prozessor älteren Baujahrs. Die Gerüchte, dass Intel über den Verkauf einzelner Geschäftssparten nachdenke, reißen nicht ab. Der größte Fabless-Chiphersteller der Welt, Qualcomm, soll Agenturmeldungen zufolge an der Chip-Designsparte für Desktop-PC-Anwendungen interessiert sein.
(Bild: Bruno auf Pixabay)

Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage des renommierten Chipherstellers Intel machen seit einigen Wochen die Gerüchte die Runde, dass CEO Pat Gelsinger demnächst dem Aufsichtsrat einen Plan zum Verkauf einzelner Geschäftssparten vorlegen könnte. Diese Pläne sind zwar bislang noch nicht bestätigt, doch einzelne Interessenten scheinen sich hierfür bereits in Stellung zu bringen: Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Berufung auf zwei interne Quellen meldet, überlegt Qualcomm, Teile des Halbleiterdesigngeschäfts des angeschlagenen Chipriesen zu übernehmen.

Qualcomm drängt in den PC-Markt

Qualcomm, der als der weltweit größte Hersteller von Halbleitern ohne eigene Fabs gilt, sei demnach vor allem an Intels Entwicklungssparte für PC-Anwendungen interessiert. SoCs und Netzwerkmodule von Qualcomm sind vor allem auf dem Mobilmarkt stark präsent, der Fabless-Chiphersteller möchte aber seit einigen Jahren stärker auf den Desktop-Markt drängen.

Eine Vollübernahme des Chip-Design-Geschäfts stehe aber nicht auf dem Plan. Andere Geschäftssegmente in diesem Bereich, wie beispielsweise die Server-Sparte, seien für Qualcomms geschäftliche Ausrichtung derzeit nicht interessant. Dennoch sehe man sich aktuell auch andere Segmente des Design-Geschäfts näher an.

Ein Intel-Sprecher gab gegenüber Reuters auf Nachfrage an, dass Qualcomm nicht an Intel wegen einer möglichen Übernahme herangetreten sei. Intel ist „unserem PC-Geschäft sehr verpflichtet“, sagte der Sprecher. Qualcomm lehnte eine Stellungnahme ab.

Fällt Entscheidung nächste Woche?

Vergangene Woche hatten bereits Gerüchte die Runde gemacht, dass Intel den Verkauf der FPGA-Tochtersparte Altera in Erwägung ziehe. Auch der Verkauf anderer Sparten stünde demnach im Raum

In der kommenden Woche, voraussichtlich um den 15. September 2024, will sich Intels Aufsichtsrat angesichts der wirtschaftlichen Lage des einst tonangebenden Chipherstellers zusammensetzen. Wie Reuters meldet, soll CEO Pat Gelsinger bei diesem Treffen einen Sanierungsplan vorlegen, der angeblich den Verkauf einiger Geschäftsbereiche beinhalte.

(sg)

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